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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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Zunächst der Rauch ist, so lange er noch eine weißliche Farbe besitzt,größtentheilS bloßer Wasserdampf, der allen anderen Eruptionserschei-nungen voranzugchcn pflegt, weil zu seiner Bildung, zur Verdunstung deSWassers, die allergeringsten Hitzgrade erforderlich sind. Aus demselbeu >

Grunde strömt er an sehr vielen, besonders größeren Vulkanen beständigaus, weil imincr in ihrer Tiefe ein Hitzgrad vorhanden ist, der Wasser sie-dend machen und in Dampf verwandeln kann. Ueber den Ursprung diesesWassers ist vielfältig gestritten worden und noch mehr über seinen Anthcilan dem Ursprung der vulkanischen Eruptionen überhaupt; cs scheint indcßbei allen Vulkanen, die nicht in unmittelbarer Nähe des Meeres sich befin-den, daS atmosphärische Wasser zu sein, was der Vulkan, sobald es bisin den Bereich seiner gesteigerten Temperatur gekommen ist, in Dampf ver-wandelt und als solchen auShaucht. Eine frühere Annahme, daß es nurMecrwasser sei, welches in der Tiefe einen Zugang zum Herde des Vulkansgefunden habe, und daselbst durch die schnelle Orydation aufgchäufter Me-talle, namentlich des Kali-Metalls, die hohen Hitzgrade, die Erpansionenund überhaupt alle Eruptionscrscheinungcn veranlasse, hat in neuerer Zeitkeine Vertreter mehr gefunden, und ist als eine unnöthigc oder nicht zu be-weisende Hypothese wieder verlassen worden. Auch spricht die Entdeckunggroßer thätiger Vulkane im Inneren Asiens gegen die Möglichkeit, daßMecrwasser zu ihrem Herde gelangen und nur dieses vulkanische Erschei-nungen bedingen könne. Wir sind daher gcnöthigt, wie für die Quellen, soauch für die Wasserdämpfe der Vulkane, das von der Erddecke cingesogeneatmosphärische Wasser als wichtigsten Urquell anzunehmcn, und glauben,ohne das Mecrwasser in den Fällen, wo es den vulkanischen Herd zu er-reichen im Stande ist, von seiner Thcilnahme am vulkanischen Proccß aus-schließcn zu wollen, in den Untersuchungen, welche den Ursprung desQuellwasscrs aus der Atmosphäre dargethan haben, auch hinreichende Be-weise für diese zweite Annahme zu finden. Reine Wasscrdämpfe sind in-dessen selten, und werden gewöhnlich nur im Zustande schlummernder Tä-tigkeit, ja selbst dann kaum, ausgeschiedcn; die meisten Wasscrdämpfeenthalten zugleich andere Gase, ja selbst feste Stoffe, die bloß durch dieHitze des Vulkans dampfförmig gemacht wurden. Vorzüglich sind csSchwcfcldämpfc, welche die Wasscrdämpfe begleiten, und während derProduction beider zu mannigfachen chemischen Verbindungen sich gestalten.

Wir treffen fast überall SchwefclwasserstoffgaS, schwcse-lige Säure und selbst reine Schwefcldämpfc in den Fumarolen an.

Diese Stoffe vcrrathen sich leicht und schnell durch eigenthümlichc