73
den AuS Wurfs kr ater, und seine Mündung ist der wahre Abzugskanalaller noch thätigen Vulkane, der eigentliche Krater. Es leuchtet ciu,daß letzterer eine sehr verschiedene Größe haben kann, je nach der Größedes Erhebungskraters, der Masse von Auswurfsstoffen und der Anzahlspäterer Eruptionen; ja diese werden zumal seiuc Größe ganz besondersbestimmen und endlich den Auswurfskratcr so sehr vergrößern können, daßer nicht bloß über den Rand der Caldera hervorsteigt, sondern die ganzeCaldera mit seinen Stoffen ausfüllt und selbst die Schichten des Erhc-bungSkraters noch bedeckt. Dann wird der Unterschied beider Krater ver-schwinden, oder falls die Auswurfsmasscn von denen des Erhcbungskratcrsverschieden sind, nur noch in ihnen die Verschicdenartigkeit des Erhcbungö-kegels vom AuSwurfskegel erkannt werden können.
Gegen diese Vorstellung sind andere Gcognosten mit Einwürfen aus-getreten, welche die Zulässigkeit einer Erhebung der Vulkanschichtcn in an-derer Weise, als durch bloße Aufschüttung oder Aufhäufung, unwahr-scheinlich machen wollten. Diese Gegner, unter denen der Engländer C h.Lyell einer der ersten war, behaupten, daß zwischen den Gesteinen desErhebungs- und AusbruchskcgclS kein genügender Unterschiedstattfinde, sondern daß sie sich ebenso zu einander verhalten, wie die Aus-wurfsstoffe noch thätigcr Vulkane aus verschiedenen Zeiten; sei also dereine Kegel aüfgcschüttct, so sei cs auch'der andere. Dann aber wenden siemit größerem Nachdruck die Form der Barancos ein, welche, wenn sic durchBerstung gehobener Schichten entstanden, natürlich oben in der Nähe desKratcrrandcS am breitesten sein und gegen den Fuß des Kegels schmal auö-laufen müssen, während sic doch alle gerade umgekehrt oben schmäler, untenbreiter sind, und von den vielen in der Regel nur einer bis in die wirklicheCaldera reicht, die anderen aber in der Nähe des Kratcrrandeö enden.Die Gegner der ErhcbungSkcgcl suchen darzuthun, daß diese Barancosspätere Auswaschungen abflicßcnder Gewässer seien, und geben höchstensvon dem bis in die Caldera dringenden Hauptbaranco zu, daß er auf einerSpaltung beruhe. Sie leiten demnach den Erhcbungskrater ebenfalls voneiner Aufschüttung der aus der Tiefe cinporgestiegenen vulkanischen Massenab, und nehmen für diesen ältesten und ersten Ausbruch eine sehr groß-artige Thätigkcit des Vulkans zur Zeit seiner Bildung an, gegen welchedie späteren Eruptionen, wenn sic cö nicht bis zu einer Ausfüllung deralten Caldera brachten, unbedeutend erscheinen. Die Bildung der Calderaerklären sic ebenso sehr auS der Gewalt, mit welcher diese ältesten und erstenAuswurfsmassen hervorgctrieben wurden, wie aus späteren Einstürzen der