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Massen oder Laven, gleich glühenden Strömen herabflicßen. Die Ge-birgsniasse, ans welcher diese Kegel bestehen, ist dnrchgehends vulkanischesGestein; theils Basalt, thcilö Tracht)t; sic bildet in der Regelinantelartig über einander ausgebreitcte oder tutenartig in einander steckendeSchichten, welche sehr deutlich sür eine allinäligc Aufhäufung sprechen,lieber die Art und Weise, wie die Aufhäufung des Gesteins erfolgte, sinddie Ansichten noch verschieden, und da cö überhaupt keinen für alle Fällegleichartigen Bildungsgang zu geben scheint, so ist es wohl möglich, daßbeide Ansichten mit der Natur übercinstimmen.
L. v. Buch, dem wir durch seine vortreffliche Beschreibung des Ve-suvs und der Ca nari sehen Inseln die ersten und besten Ausschlüsseüber die Bildung der Vulkane verdanken, nimmt für jeden Vulkan zweiBildungsbestandtheile an, welche er durch die Benennungen von Erhe-bungskratcr und Auöwurfskratcr unterscheidet. Der Erhebungs-kratcr ist nach ihm eine vormals horizontal gewesene ältere Schicht der Erd-oberfläche, welche an der Stelle lagerte, wo der Vulkan sich bilden wollte,und die kcgclartig emporgchoben wurde, als er selbst durchbrach. Dieserberühmte Geognost erklärt aus einer solchen, an einer Stelle des ur-sprünglich horizontalen Bodens bewirkten Auftreibung nicht bloß die kegel-förmige Form des BergcS, sondern auch seine nach oben stark klaffendemittlere Oeffnung und die radienförmigcn Einschnitte oder Risse, welchevon ihr zum Umfange des Kegelbergcö hin fortsetzcn. Jene Vertiefung inder Mitte nennt man auf den kanarischen Inseln oalilor», die radien-förmigcn Einschnitte aber Iirurmcos, und die Wissenschaft hat diese Bezeich-nungen bcibehalten, wenn das Verhältnis«, welches durch sie auögedrücktwird, deutlich vorhanden ist. Vulkane also, die bloß aus einem solchenKegel mit deutlicher Caldera und scharfen Baraneos bestehen, sind das Er-zcuguiß einer einmaligen gewaltsamen Erhebung des BodcnS durch vulka-nische Agenten, welche aufhörten zu wirken, nachdem sic dies erste großartigeProduct ihrer Thätigkcit geschaffen hatten. Allein die meisten Vulkane,und namentlich fast alle noch thätigen, sind nicht bei einem so vereinzelten,einmaligen Gebilde stehen geblieben, sondern haben ähnliche Auftreibungenvon Zeit zu Zeit wiederholt. Mit diesen späteren Eruptionen konnten nun,nachdem die über dem Vulkan liegende Decke gehoben war, nur AuSwurfs-stoffc aus der Tiefe cmporgctrieben werden, und da die Masse derselben imAllgemeinen viel geringer ist, als das Material des Erhebungskratcrö, somußte sich dieselbe in der Caldera zunächst ansammeln und nach physikali-schen Gesetzen kegelförmig aufhäufcn. Diese späteren Auöwurföstoffc bilden