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Anlage, nicht in der Materie, gleicht der Phonolith dem Basalt. Er findetsich, wie der Trachyt, gern isolirt in besonderen Kuppen oder kleineren Ge-birgszügen, namentlich im Böhmischen Mittelgebirge, zerklüftet platten-förmig, tönt eigcnthümlich beim Anschlägen an die freien Tafeln, und er-scheint, gleich dem ächten Trachyt, nur in seltenen Falken als stromför-migcr Erguß. Zweimal hatte Abich Gelegenheit, ihn so zu beobachten:das eine Mal am Monte nuovo bei Puzzuoli, daö andere Mal amLavastrom von Ar so auf Jschia; allein an beiden Orten stehen die Strömeisolirt da, ohne wiederholte ähnliche Ergüsse aus demselben Eruptionö-punkte. Jndcß beweisen sic doch das Vorhandensein von neuen Laven mitWassergehalt, und widersprechen der Behauptung aufs Bestimmteste, daßden neuen oder historischen Laven chemisch gebundenes Wasser stetö abgehe.Nur für die Augitlaven scheint diese Behauptung als Thatsache gelten zukönnen, sie scheint uns den Beweis zu führen, baß der Druck, unter demgegenwärtig die hebenden Wasscrdäinpfe stehen, nicht mächtig genug ist,um eine chemische Verbindung des Wassers mit der Fcldspathsubstanz aufdem vulkanischen Herde zu bewirke». Denn der Wassergehalt aller vor-historischen Laven und Basalte, auf den einige der ncptunistischen Schulezugcthanc Forscher so großen Werth legen, ist sicher nur von untergeordneterBedeutung; er beweist uns nichts anderes, als daß jene Laven entwederdie Ergüsse submariner vulkanischer Ausbrüche sind, welche unter demDrucke des Meerwasscrs cmporgctrieben alsbald in eine chemische Verbin-dung mit demselben traten, oder schon früher, als sic noch in der Tiefe derErdkruste selbst steckten, das auf Klüften zu ihnen gelangte Wasser chemischin sich aufnahmen. Diese Umstände können indeß hier nur angcdeutetwerden, sic sollen an einer spätem Stelle (im elften Abschnitt) ihre weitereErledigung finden. —
Durch die formelle Uebcrcinstimmung der bis jetzt charaktcrisirtcn vul-kanischen Auswurfömasscn mit den härtesten und festen Gesteinen des Erz-körpers ist nun zur Genüge bewiesen, daß auch diese Materien sich in einemsi'urig-flüssigen Zustande befunden haben können; es bliebe nur noch dieFrage zu beantworten, warum sic nie eine schaumige oder glasartige Bc-. schaffcnheit besitzen, obgleich eine solche nicht bloß alle künstlich von uns inHochöfen geschmolzenen Schlacken annchmen, sondern auch viele AuöwurfS-massen der Vulkane sie zeigen. Die Beantwortung dieser Frage würde am
bestehen also aus drei Bcstandthcilen, nämlich 1) kieselsaurer Thoncrdc; 2) cincm kiesel-sauren Alkali (Kali, Natron, Kalkerdc, thcils cinzcl», thcils in Gemischen); 3) Wasser.