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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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Ihr im Ganzen seltenes Vorkommen vcranlaßtc bei mehreren Geognostengeradezu Zweifel über ihre wirkliche Eristenz, allein neuere Untersuchungenhaben das Vorhandensein trachytischcr Lavaströme schon insofern außerZweifel gesetzt, als sie nachwicsen, daß Bimsstein und Obsidian, derenstromartigcn Erguß Niemand bezweifelt, nur formell vcrschiedeue ZuständedcS Trachyts sind, und keine andere, in der chemischen Zusammensetzungbedingte Verschiedenheit zwischen ihnen stattfindct, als die geringe, durch12 Prozent Wassergehalt der Bimssteine und Obsidiane bedingte. Aberauch abgesehen davon, machen sich trachytische Lavaströmc bemcrklich, na-mentlich an.der Solfatara, vielleicht selbst am Aetna; daS entschie-denste Beispiel liefert die Insel Jschia, sic zeigt, nach Abich'S Schil-derung,die Trachyte bald als massige Felsstückc mit horizontaler Zerklüf-tung senkrecht aufsteigcnd, bald als Schichten mit verschlackter Oberfläche,deutliche submarine Lavaströmc darstellend, aus der vulkanischen Tiefeemporgchoben; hier miteingeschlossenen, dort sic bedeckenden, mehr pech-stein - als obsibianartigcn Trümnrerschichten verflossen, in deren schlacken-förmigen, großballigcn, endlich in wahren Bimsstein übergehenden Formennoch überall die Wirkungen der aus dem Innern hcrvorgehenden Expan-sionen erkannt werden, unter deren Einfluß die feurig-flüssigen Gebilde denWiderstand des auflagcrnden Elementes überwanden." Der massigeTrachyt bildet an den Vulkanen, denen er zukommt, die höchsten und inner-sten Theilc des Kraters, gewöhnlich die Anfänge der EruptionSkcgel, ausdenen später die Laven sich ergossen und die Wände des älteren Kegels be-deckten. An unseren fortdauernd thätigcn Vulkanen bemerken wir äußerlichden Trachyt nur selten; die. Felsart entzieht sich den Blicken des Beobach-ters, sic steckt in der Tiefe und kann nur in den mit auSgcworfcnen BlöckendeS Kraters nachgcwicscn werden; aber an den erloschenen Vulkanen stehendie Trachytkegel frei da, und zeigen mit ihren greisen Häuptern das höhereAlter der Dome an, die sich aus ihnen aufthürmten. Nicht ohne Grundglaubt man aus solchen frcigcblicbencn Trachytmassen auf eine älteste undaller Wahrscheinlichkeit nach nur einmalige, sehr gewaltsame vulkanischeThätigkcit des Berges, den sie bilden, schließen zu dürfen, und null es ausdemselben Grunde natürlich finden, warum stromartige Ergüsse, die stetsaus eine öfters wiederholte, intcrmittirende Thätigkcit des Vulkanes deuten,weniger häufig au Trachytbcrgcn sich zeigen. In der That fehlen sie auchdm größten Täuchytkegeln 6), den berühmten Vulkanen der Cordillcrc von

6) Dic Fclsart der Andcs-Vulkeinc hat man, Wege» gewisser Eigcnthümlichkcitcn