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mit einigem Recht auf ihre frühere Anwesenheit. Ganz allgemein ist in-deß dieser Schluß uicht erlaubt, da auch fallende Gicßbäche, welche Geröllemit sich fortführen, abschlcifend auf ihre Seitcnwände und Unterlagen wir-ken, mithin dieselben Erscheinungen, wie Gletscher Hervorbringen. Auchder bloße Wasserstrom kann, wenn er längere Zeit mit großer Gewalt durcheinen engen Ausgang getrieben wird, abschlcifcn, und nach und nach dieStellen, welche er berührt, sogar etwas auShöhlen. Vermehrt würdeübrigens auch in diese»! Falle die Wirkung und beschleunigt, wenn derStrom Gerölle triebe und damit die Wände des Engpasses abschlifse. Aufdie Möglichkeit eines solchen Verhältnisses hat zuerst L. v. B u eh hingc-wiesen, indem er die merkwürdigen Vertiefungen erklärte, welche im Thalcder Salza bei Golling, oberhalb Salzburg, 150Fuß über dem jetzigenWasserspiegel an den Felswänden Vorkommen, und aus mehreren parallelübereinander fortlaufenden Löchcrrcihcn bestehen, die der Fluß, als er cin-stcns in dieser Höhe stand, auswusch. —
Gefrorne Wasscrmasscn von beständiger Dauer giebt es aber nicht bloßauf den höchsten Punkten derjenigen Gebirge, welche die Schneclinic über-ragen, sondern auch an den Polen unseres Planeten. Hier sind sic unterdem Pamcn Polarciö ebenso allgemein bekannt, wie die Gletscher in denAlpen, erreichen aber einen bei weitem größeren Umfang, indem sic amNordpol zwischen 70« und 80", aber am Südpol schon zwischen 60« und70« beginnen, weiterhin immer dichter werden und gleich mächtigen Felsendie ganze Fläche des PolarmecrcS bedecken. Auch diese Eisinassen sindGletscher, welche vielleicht von Inseln oder noch unbekannten Polarländernausgchen, nach und nach vorschreitcnb das Meer erreichen, und wenn siebis zu hinreichende» Tiefen gelangt sind, vom Meere schwimmend fortgc-führt werden >'). So kommen sie in die wärmeren Regionen, thauen hierab und verschwinden allmälig ganz, während neue Massen von den Polenher ihnen folgen. Manche dieser Eisberge führen Gerölle und Schutt aufihrer Oberfläche mit sich, ja ungeheure Fclsblöckc hat mau iu ihnen biS-
11) Da das gefrorene Wasser, wie Seite 80 bemerkt wurde, eine» größere» Rani»cinnimmt, als dieselbe Quantität flüssiges, so ist natürlich jedes Stück Eis leichter alseine ebenso große Masse noch tropfbaren Wassers; weshalb alle Eismaffen auf dem flüssiggebliebenen Wasser schwimmen, wenn dasselbe tief genug ist, um ihnen an Umfang gleichzu kommen. Ist das nicht der Fall, so stößt das Eis auf den Grund, und steht so langefest, bis durch das Abthauc» das Gleichgewicht des Umfanges zwischen ihm und dem tropf-baren Wasser hcrgcstcllt ist.