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bedeutende Rollt gespielt haben. Bemcrkcnswerth ist eS übrigens für un-seren Zweck, daß die aus wässeriger Auflösung sich abscheidcnden Stoffein der Regel eine krpstallinischc Beschaffenheit zeigen, weshalb wir ohnehinreichende Gründe erdige oder derbe Niederschläge nur für mechanisch demWasser vormals beigcmengt gewesene Materien halten dürfen. Hiervonscheinen freilich die schon erwähnten Tuffe eine Ausnahme zu machen,denn sie sind eigentlich nicht krystallisirt, sondern derb, d. h. aber nur aushöchst feinen, pulverförmigcn Krystallchcn gebildet, die wegen der Schnellig-keit, mit welcher ihre festen Bestandtheilc aus dein bewegten Wasser sichabsctzen mußten, nicht größer werden konnten. Auch haben die Tuffe ge-meiniglich ein sehr ungleiches poröses Gefüge, weil sie fremde Körper,Schilfstengel, Grashalme überziehen, und diese Körper in sich gleich Formenabdrücken; ja cs scheint, als ob gerade die Anwesenheit von Vcgetabilienin den kalkhaltige» Gewässern die Tusfbildung begünstige und deshalb sohäufig Pflanzcnformcn in den Tuffen abgcdruckt Vorkommen. Es entziehennämlich die Pflanzen den kohlensaurcn Gewässern ihre freie Kohlensäureund fällen dadurch den kohlensaurcn Kalk aus der Auflösung. — ErdigeStoffe ober Lagen werden wir also nicht leicht, selbst wenn sic entschiedeneNiederschläge aus dem Wasser sind, für chemisch in ihm ausgelöst geweseneMaterien ansehen dürfen, sondern wir werden bei ihnen lieber an einemechanische Beimengung denken; es sei denn, daß andere Gründe uns zuder Annahme einer wirklichen Lösung nöthigen, wie dies bei den Tuffen derFall ist. —
Tic Kieselerde erscheint unter den festen Bcstandtheilen der Quellenzwar nicht minder allgemein, als der kohlensaurc Kalk, allein ihre Quan-tität ist in der Regel viel geringer. Nimmt man 1^/, bis 2 Proccnt alsDurchschnittszahl für die aufgelösten festen Bestandtheilc der gewöhnlichenQuellwasscr an, so kommen davon mindestens die Hälfte, häufig selbst zweiDrittel, auf die kohlensaurc Kalkerde, aber nur etwa 2 Tausendstel auf dieKieselerde. Im Ganzen enthalten also süße Gewässer nur schwache Spurenvon Kieselerde, und daS hängt sicher von ihrer beschränkten Löslichkeit ab.An sich ist die Kieselerde ebenso unlöslich, wie der kohlensaurc Kalk; wirdsie aber aus früheren Verbindungen, namentlich aus ihrer weitverbreitetenVereinigung mit Alkalien, durch eine stärkere Säure herausgctricben, sobleibt sic in dein Wasser, worin die Zersetzung stattfanb, aufgelöst zurückund scheidet sich aus ihm erst ab, wenn es verdunstet. Selbst die Kohlen-säure kam: unter Umständen, zumal wenn sie in beständig fortdauerndeBerührung mit gewässerten Silikaten tritt, eine langsame Zersetzung kiesel-