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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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schwellen der Untiefen. Auf solche Weise entstehen Sundbänke vor fastallen Flußmündungen, die eS nicbt zu Deltagebilden oder Mündungsinselnbringen, und auch bei ihnen treten die neu sich bildenden Striche immerzuerst als Sandbänke auf. Ganz besonders aber sind Meerengen und her-vorragende Uferspitzen zur Bildung von Sandbänken geeignet, weil in ihrerNähe fast immer zwei Wasserströme sich begegnen. Auch dafür bietet schonallein die Ostsee mannigfache Belege dar. Es versandet z. B. die Meer-enge zwischen der Insel Rügen und der Pommerschen Küste an ihremwestlichen Ende so stark, baß sic nur durch künstliche Mittel für die Schiff-fahrt offen erhalten werden kann. Die Ursache der Sandanhäufung liegttheilS in der Schwächung, welche der eingeengte Mecresstrom bei seinemAustritt in die offene See erleidet, thcilö und ganz besonders in der Formder Küste neben der Meerenge, die hier sich plötzlich nach Westen umbicgtund mittelst der.an ihr stattfindenden Strandbildung dein aus der Meer-enge kommenden Wasserstrome entgegenwirkt. Beide konstanten Wasser-bewegungen begegnen sich am Ende der Insel Zingst, und schließen einenruhigen Mccreswinkel ein, der zur Aufnahme des Schlammes dient,woraus die Sandbank, der Bock, sich bildet. Achnlichen Umständen habendie großen Untiefen neben Neu-Fun bl and und Neu-Schottland ihreEntstehung zu dankeil. Dort treibt der Golfstrom alle feineren Sandtheilcnordwärts mit sich, bis er an den bemerkten Stellen von dem Strom derLorenzomündung getroffen und gelähmt wird, was beide Ströme nöthigt,ihre Geschiebe fallen zu lassen und als Sandbänke abzusetzcn. Ebensoleicht bilden sich hinter großen Landzungen, wie z. B. westwärts nebenFlorida, Sandbänke, indem der von den Küsten des Merikanischen Meer-busens kommende Strom einen Widerstand findet, geschwächt wird, seinetreibende Kraft verliert, also Sandmaffen absetzt. Bisweilen sind sogarMeerengen, durch die kein starker Strom geht, von Sandbänken verschlossenworden. Eilt solcher Fall tritt da gern ein, wo der Eingang in die Meer-enge viel weiter ist als der Ausgang. Alsdann werden die mit großerGewalt cinströmenden Wassermassen gehemmt und veranlaßt, ihre Geschiebefallen zu lassen; welcher Umstand zur Bildung einer Sandbank führt, dieden Eingang verschließt und später beide gcgenüberstehende Ufer verbindet,wenn sie bis zum Wasserspiegel emporgcstiegeu ist, und die früher (S. 14)besprochene Dünenbildung cintritt. Ein sehr schönes Beispiel dieser Artzeigt wieder die kleine Insel Rügen zwischen ihren beiden HalbinselnWittow und Iasmund, welche jetzt durch eine niedrige sandige Land-enge, die Schabe, und weiter südlich zwischen Jas m u n d und R ü g e n