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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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und besonders vom Euphrat und Tigris, drrrn Ueberschwcmmungcnrinrn gleichen Worth für Mrsopotamirn haben, wie das Steigen desNils für Aegypten. Auch die Ströme der West- und Südseite Afrikasbieten ähnliche Erscheinungen bar H.

Wie durch diese Thatsachen der Absatz neuer Erdschichten über altenund besonders ein großer Einfluß aller Stroinmündungcn auf die Form derKüsten bewiesen wird, so lassen sich auch gleichartige Wirkungen verwandterEinflüsse auf höher gelegene Theile der Erdoberfläche tief im Innern deSFestlandes mit nicht geringer Sicherheit darthun. Eine kurze Betrachtungder Binnenseen wird unS davon überzeugen und eine Einsicht gewähren indie Veränderungen, welche von ihren Gewässern in näherer oder fernererUmgebung hervvrgcbracht werden. Noch jetzt finden wir zwischen den Berg-ketten der Hochgebirge große mit Wasser ungefüllte Vertiefungen, ja selbstin weiten Ebenen sehen wir Seen sich bilden, indem die fließenden Gewässerzu einem Punkte sich begeben, welcher als der tiefste in der Ebene, ebenwegen seiner Lage keinen Abfluß des Wassers in das benachbarte Meer ver-stelltet. Aehnlichc Verhältnisse scheinen in früheren Perioden öfter eingc-treten und manche Thäler, die jetzt ein Fluß durchströmt, ursprünglich Seengewesen zu sein. Angehäuftc Wassermasscn üben aber einen Truck auf diesie einschließenden festen Theile aus, einen Druck, der in dein Maaße zu-nimmt, wie die Wassermasse, die ihn hervorbringt. Je nach der Verschieden-heit aller dabei zu berücksichtigenden Verhältnisse wird sich hier ein ver-schiedenes Resultat ergeben. Gesetzt zunächst, cS sei die Verdunstung desWassers an der Oberfläche geringer als die Quantität deS fortwährend zu-strömendcn, so muß der See steigen, bis er irgendwo an seinem Rande eineStelle findet, die niedrig genug ist, um ihm einen Abfluß zu verstellten;durch diese Lücke des Randes wird dann fortwährend gerade so viel Wasserabflicßen, als wie viel größer der Unterschied zwischen der cinströmendenund verdunstenden Flüssigkeit ist. Hält sich dagegen Verdunstung und Zu-fluß die Wage, so wird der Sec mit unveränderter Wasserhöhe stehen bleiben,und ist jenes Vcrhältniß einem periodischen Wechsel unterworfen, so wirdsein Spiegel zwar steigen und fallen, aber nur innerhalb gewisser Grenzen,und zum Abfluß kommt es nie. Letztgenannter Fall findet sich am Kas-pischen Meere und am Aralsee, in welche so große Flüsse sich ergießen,

!>) Im Altcrthumc waren der Mäander und Achtle' US als schnell pre'dueirendcWisse bekannt; H crvLvt vergleicht (!.. 2. e. 10) ihre Thatigkeit mit der des Nils.