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der Nähe der Küsten bemcrklich. An dcr Ostküste Afrikas ist dir Richtungdrö Stromes südwestlich; er geht durch den Kanal von Mozambiqueund bewirkt dadurch vielleicht eine nördliche Richtung an der Ostscitc vonMadagaskar. Um das Vorgebirge dcr guten Hoffnung herumsctzendwird der Strom an der andern Seite nordwestlich und in dcr Nähe desAequators ganz westlich. Die Strömungen im Stillen Oeean sind nochnicht genau bekannt, doch hat man bereits einen kalten Strom wahrgc-nommen, welcher aus dein südlichen Eismeere kommend längs der KüsteChilis bis nach Peru hinaufstcigt und von da westwärts in den GroßenOeean sich ausbrcitet, wie er südwärts nur daö Kap Horn hcrumgcht.An den gcgcnübcrstchendcn Küsten Asiens hat die Strömung hauptsächlicheine südliche Richtung; sie geht an den Ufern Chinas, Malaccas, dcrKüste Malabar fort, und vereinigt sich mit dem südlichen Strome amOstrandc Afrikas, dem auch die Meerbusen neben Arabien Folge leisten.Aber so gleichförmig, wie im Großen Occan, ist die Strömung hier nicht;ihr Charakter ändert sich mit den Monsunen, welche halbjährig in ent-gegengesetzter Richtung die Fläche des Indischen Meeres aufrcgcn. — ImGanzen finden wir also die Strömungen des Weltmeers zwischen denTropen dcr Umdrchungsrichtung dcr Erbe entgegeneilen, während wir sicin den Polarmccren vom Pol gegen den Aequator hin sich wenden sehen ;eine Erscheinung, die sowohl aus dcr geringeren Verdunstung des kälterenWassers, als auch aus seiner periodischen Vermehrung in Folge des Ab-schmelzcnö dcr abgclöstcn Eismasscn sich erklären läßt. Die herrschendewestliche Strömung im Acquatorialmecrc scheint aber mit den ebenso kon-stanten tropischen Ostwinden aus gleicher Quelle, nämlich aus dem Aus-glcichungSbcstreben verschieben erwärmter beweglicher Materien, zu stammen.Endlich mag auch die Umdrehung der Erde um ihre Achse in dem leichterbeweglichen Elemente des Wassers Strömungen veranlassen oder wenigstensunterstützen. —
Die Strömungen üben, wie wir bereits gesehen haben, auf die Formdcr Flußmündungen einen gewaltigen Einfluß aus, und bedingen in Ver-bindung mit der Masse des Erdreiches, welche dcr Strom führt, die Gestaltseiner Mündung. Wir wollen in dieser Beziehung noch einige Hauptströmcbetrachten, und beginnen mit Nordamerika, wo zwei große Flußgebiete unSbegegnen, das des LorenzostromcS und des Mississippi. Erstcresbesteht fast nur aus großen Seen, in denen alle Gcröllc und Erbmassen sich.absctzen, daher der untere Lauf des Flusses arm an Geschieben ist und ausdemselben Grunde kein Delta binden kann. Gerade rungekehrt verhält sich