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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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allmälige Abkühlung auf dcr äußeren Oberfläche in den festen Zustand über-gcgangen sei. Er sucht diese Behauptung durch die Anwesenheit dcr nochjetzt thätigcn Vulkane und die Uebcreinstinunung ihrer Auöuuufsinassen mitden krystallinischen oder derben, verstcinerungslosin Gesteinen des Erd-körpers zu beweisen, und stützt seine Ansicht ebensosehr darauf, daß dieTemperatur dcr Erde zuninunt, je mehr wir in die Tiefe hinabstcigcn, alsauf die Beobachtungen von thcilweis dunstsörnngen oder in anderen Dich-tigkeitsgradcn ihrer Materie noch befindlichen Wcltkörpcrn unseres eignenSonnensystemes. Dcr Vulkanist geht also ebenfalls von einem flüssigenZustande deS Erdkörpcrs aus, aber nicht von einem wässerigen, sondernvon einem g e sch molz c n c n. Er giebt die gleichmäßige Ablagerung alleranfangs flüssigen tcllurischcn Bkatcric um einen Mittelpunkt nicht bloß zu,sondern er behauptet dieselbe als die einzig mögliche, wenn seine Ansicht dierichtige ist. Er lehrt dann ferner ein schichtweises Absitzen der erkaltetenMaterien und ein Aufhäusin derselben übereinander je nach den Gesetzenihrer specifischcn Schwere, und räumt ein, daß geschichtete, Versteinerungenumschließende Lagen als Niederschläge aus dem Urmecr zu betrachten seien,welches sich als ein leichteres Element über der erdigen oder steinigen RindeauSbrciten mußte. Aber er bestreitet die Ansicht dcr Neptunisten, daß sichUranfangs schon krpstallinischcs Gestein über die ältesten und ersten Schich-ten der kälteren Erdrinde erhob, und an dieses, wie an einen festen Kern,sich die geschichteten Massen absctztcn; denn er behauptet vielmehr, daßdurch verschiedene Ursachen die fcstgcwordcne Rinde zerrissen wurde, undaus den entstandenen Spalten geschmolzene Materien sich cmpordrängten,welche in der kälteren Umgebung erstarrten und eine feste Form erst an-nahmen. Diese Brassen hoben, bei fortdauernder Wirkung, die über ihnenliegende geschichtete Decke an ihren Seiten in die Höhe und legten das ersteLand trocken; womit der Unterschied von Land und Meer gegeben war.Die Unebenheit des Landes, der Fall seiner Schichten, bedingt durch dieErhebung der Gebirge, wird so eine natürliche, dem bloßen Neptunistenfreilich unbegreifliche Erscheinung, welche von ähnlichen oder verwandtenUrsachen aufs neue hcrvorgcrufcn, so lange wicdcrkehrte, bis nach und nachalles heutige Land über den Meeresspiegel emporgcsticgcn war.

Wenn jemals hypothetische Annahmen, deren empirische Begründungdurch Augenzeugen im Bereich der Unmöglichkeit liegt, durch Thatsachenunterstützt wurden, die ihnen Gültigkeit zu verleihen scheinen, so sind esdiese hier eben vorgetragcncn Ansichten der Vulkamsten; denn alle Erschei-nungen dcr Erdoberfläche kommen ihnen zu Hülfe und bestätigen sic auf