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Grundsätze der Volkswirthschaftslehre
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552
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einem so hohen Einfuhrzölle unterworfen werden, sondern gewöhn-lich nur Gewcrkswaaren, — daß der Schleichhandel bei hohenZöllen eine mächtige Wirkung äußern kann, — endlich daß derGcldüberfluß auch zu anderen Anwendungen, z. B. Landkäufen re.außer Landes gehen kann.

(ä) Nur die folgende Besorgnis! bleibt in einem solchen Falle übrig.Das Zurückströmcn des Geldes in ein Land, welches seine Waa-rcnkäufe baar bezahlt und folglich seinen Geldvorrat!) verringerthat, erfolgt erst, wenn der Preis des Geldes gegen die Waarcngestiegen ist, §. 27t. Diese Veränderung des Geldpreises könntealso Störungen in den Einkünften der verschiedenen BoiksclassenHervorbringen (§. 27k), bevor die Ausländer es vortheilhaft fän-den, Geld herbei zu senden und Waaren auszuführen. Jndeß isteine solche Lage der Dinge nur selten zu erwarten. Denn sobalddas Hinaussenden von Geld anfängt, sinkt auch der Wechselkursum die Fracht- und Assecuranzkostcn der Baarsendungen unterPari, s!. 290. Beträgt der Unterschied z. B. 2 Proccnte, so kannder ausländische Käufer eines nach dem fraglichen Lande trassir-ten Wechsels mit einer Ausgabe von 100 fl. die Verfügung über102 fl. erlangen, und dicß gicbt bald eine Ermunterung, Waarenkommen zu lassen, weil man sie um 2 Procent wohlfeiler ankau-fen kann. Noch ehe also im Lande selbst die Geldpreise sich merk-lich verändert haben, kann schon durch den Wechsclcurs der An-stoß zum Einkäufe von Waarcn erfolgt sein, wodurch das Hinaus-sendcn von Münze entbehrlich gemacht wird. Für die Einwohnerkann durch Beschleunigung des Geldumlaufes, sowie durch Ein-führung von Papiergeld die Verminderung der Münzmenge un-fühlbar gemacht werden. Kein größeres Land, es sei ärmer oder-reicher, wird Mangel an solchen eigenthümlichcn Erzeugnissen ha-ben, die, wenn ihr Preis etwas sinkt, im Auslande leicht Absatzfänden. Vergl. Z. 192. 193. 213. Rau, im Archiv, I, 33.

(c) Wer noch heutiges Tages das Handelssystem vertheidigen wollte,der müßte sowohl die Möglichkeit als die Nützlichkeit eines fort-währenden Gcldzuflusses vom Auslande darthun. Erstere ist ausden Angaben über Aus- und Einfuhr nicht zu erweisen, weil dieGeldseldungcn leicht verheimlicht werden können. In Rußland sollenin den beiden Jahrzehenden 181 7^23 und 1827—33 im D. 32 Mill.Rub. Ass. Gold und Silber ein - und gegen 6 Mill. ausgeführt wor-den sei» (Schubert, Handln der a. Staatsk. 1, 237 ), und auchspäterhin wird jährlich eine größere Einfuhr von Münzmetallenangegeben, deren Mehrbetrag gegen die Ausfuhr z. B. 1835 8 Mill.,>838 Itt Mill. R. Ass., 1873 800000, 1877 5 KOO 000 R. Silbergewesen sein soll. Die Zunahme des inneren Verkehrs könnte zwarein stärkeres Geldbedürfniß veranlaßt haben, dagegen ist aber auchdie starke Gold- und Silbcrproduction zu erwäge» und cs kannan der langen Gränzlinie viel edles Metall ohne Aufzeichnungausgeführt worden sein. — Für Frankreich wird an Gold, Silberund Platina angegeben: 1800 — 35 zusammen die Einfuhr 3778Mill. Fr., die Ausfuhr 2039 Mill. Fr., 1827 —3V E. Iklk Mill.,A. 7 00 Mill. Fr. Dicß gäbe in jedem Jahre des letzten Dcccn-niums einen Ueberschuß der Einfuhr von 9! Mill. Fr., in demganzen .'llijährigen Zeiträume aber von jährlich >8 Mill. Fr., wäh-rend die Abnützung und Verarbeitung wahrscheinlich weniger be-