abwirft, ist in der Regel nicht beträchtlich, denn die Geschäftedesselben sind mit so wenigen Schwierigkeiten verbunden, dieEinkaufspreise und die anderen Kosten so offenkundig, die erfor-derlichen Eapitalc von so mäßiger Große, daß stets ein starkesMitwcrbcn vorhanden ist, welches die Preise zu Gunsten derKäufer niedrig hält. Auch Personen ohne eigentliche kaufmän-nische Bildung befassen sich mit solchen Handelsgeschäften, wozusie bald durch den Besitz eines Capitals, bald durch Waarcnkcnnt-niß veranlaßt werden O). Der ungestörte, gefahrlose Fort-gang der Unternehmungen hält die Kauflcute für den geringerenBelauf des Gcwcrbsgcwinncs schadlos.
(«) So wird z. B> häufig der Getreide-, Holz-, Hopfenhandel betrieben.
II. Der Ans- und Einfuhrhandel.
A. Allgemeine Betrachtung desselben.
§. 412.
Die Vorthcilc, welche dieser Handelszweig (») für die Volks-wirthschast herbeiführt, sind, nur in größerem Maaßstabe, diesel-ben, welche die Arbeitstheilung und den häufigen Tausch zu be-gleiten pflegen. Kein Volk vermag alle Gegenstände, die zurBefriedigung seiner Bedürfnisse und zur Erhöhung seines Ge-nusses dienen können, leicht, gut und wohlfeil hcrvorzubringen.Dieselben Umstände, welche den Betrieb einiger Gewcrbszweigebesonders begünstigen, stehen andern hindernd im Wege. So ent-steht für jedes Volk eine Ermunterung, sich vorzüglich denjeni-gen Stoffarbeiten zu widmen, bei denen cs den größten Erfolgzu hoffen hat, und dagegen auf andere zu verzichten, in denencs das Mitwcrbcn anderer Völker nicht bestehen kann. Als Ur-sachen einer solchen Verschiedenheit lassen sich hauptsächlich an-führcn: 1) die Naturbcschaffenheit der Länder, die sich besondersbei der Erdarbeit entscheidend zeigt, §- 87 ff. 119, Die heißenLander zeichnen sich durch eigenthümliche edlere Erzeugnisse vorden anderen aus, gemäßigte unterscheiden sich von den kaltenGegenden und Gebirge von den Ebenen theils durch die Art der