2. Abschnitt.
Verhältniß der Verzehrung zur Hervorbringung.
Z. 327.
83enn in einem Wolke weniger Güter erzengt als verzehrt wür-den, so würde der Vermögensstamm, und zwar sowohl der Gc-brauchsvorrath als dos Capital, von Jahr zu Jahr vermindertwerden, das Volkseinkommen cbensalls abnehmcn und der sin-kende Wohlstand dringend zu einer Einschränkung des Verbrau-ches auffordern. Im entgegengesetzten Falle, wenn die Verzeh-rung so sehr hinter der Production znrückbliebc, daß nicht alleErzeugnisse Absatz finden könnten, würden die Gewerbe stockenund die Capitale und Arbeiter zum Theile müßig bleiben. DasGleichgewicht zwischen der Verzehrung und der Her-vorbringung ist dcßhalb eine Bedingung des Volkswohlstan-des. Doch kann diese etwas ausgedehnter sein als jene, ohne daßcs darum schon an Absatz fehlen müßte, nämlich um so viel,als bei gleichem Verbrauche der Gebrauchsvorrath und dasstehende Capital eine größere Gütermenge aufzunehmcn imStande sind («).
(u) Man pflegt zwar von jeder Sache nur ungefähr soviel zu kau-fen, als der jährliche Abgang ausmacht, doch finden es die Men-schen in vielen Fällen nützlich oder angenehm, ihre Vorräthe zuvergrößern. Der Consument schafft sich z. B. gerne einen vielfachenWechsel von Kleidungsstücken, der Handwerker eine Auswahl vonWerkzeugen an, ohne darum mehr abzunützen. Diese Anhäufunggrößerer Gütermengen hat indeß ihre nicht entfernten Gränzen.
Z. 328.
Untersucht man, was zur Herstellung dieses Gleichgewichts