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Grundsätze der Volkswirthschaftslehre
Entstehung
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Einlösbarkcit verloren hat, darum doch nicht gegen Münze oderandere Güter im Preise sinkt, sondern fortwährend im Pari an-genommen wird. Dazu gehören aber folgende Bedingungen:1) Die Menge des Papiergeldes darf nicht größer sein, als dasBcdürfmß von Umlaufsmitteln, oder, insoferne dieses unverän-dert geblieben ist, nicht größer als der aus dem Lande gedrängteMünzvorrath. 2) Es muß zugleich ein volles Vertrauen zu derRegierung bestehen, so daß man wegen der günstigen Aussichtenfür dis Zukunft die jetzige Unterbrechung der Einlösung nichtbeachtet. Wird dieses Zutrauen erschüttert, so kann das Papier-geld, wenn gleich seine Menge das Bcdürfmß nicht übersteigt,sich doch nicht im alten Preise erhalten; die Maaren steigen ge-gen Papier, und auch die Münze wird gegen dasselbe theurcr,wenn kein Zwangscurs dicß verhindert («).

(a) Die weitere Betrachtung der Folgen, die ein gesunkenes Papier-geld in der Volkswirthschaft hcrvorbringt, gehört in die Lehre vonder Volkswirthschaftspflege, weil sich diese Folgen nach dem Ver-fahren der Regierung richten. — Besonders merkwürdig ist dieBehauptung, daß es schon hinreichend sei, wenn nur die Mengedes Papiergeldes gerade so groß sei, als der Betrag der vorherim Umlauf gewesenen Münzen, weil dann das Bedürfniß von Geldfortwährend einen solchen Begehr desselben hervorbringe, der dasSinken seines Preises, d. i. das Steigen der Waarenprcise, verhin-dere. Ilioarüo, I'rop 08 nls kor nn economicnl rrnü securv onr-renc^, I-omI. 1816. (Vgl. Lil. IIvv. B> I.XI. — Hermes, III,Anh. S. XXIX.); desselben Nri»LipIs8, Cap. 27. — Die Erfahrungzeigt jedoch, daß Papiergeld, auch wenn es in geringer Mengeausgegcben wird, wie die preuß. Tresorscheinc, von denen nur ge-gen 4 Mill. thlr. im Umlaufe waren, dennoch in Kriegszciten be-trächtlich sinken kann. Selbst auf die Gefahr eines Geldmangelshin werden die Menschen sich nicht entschließen, ein Papier fürvoll zu nehmen, von dem es ungewiß ist, ob cs werde eingelösetwerden können, und man kann sich darum eher behelfen, weil un-ter diesen Umständen 1) die noch übrige Münze etwas im Preisesteigt, 2) anderweitig verarbeitetes Gold und Silber eingeschmol-zen und vcrmünzt, 3) Münze vom Auslände herbeigcbracht wer-den kann, 4) manche Handelsgeschäfte aufgeschoben werden, ausBesorgniß von Verlusten, die das weitere Sinken des Papieres ver-ursachen könnte.

Z. 302.

Es bedarf noch einer besonder» Untersuchung, ob man ohneGefahr für die Volkswirthschaft die Münze, etwa mit Ausnahmeder Scheidemünzen (Z. 298), ganz durch Papier ersetzen könnte