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Grundsätze der Volkswirthschaftslehre
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zung würde sich ganz nach der Entfernung von jenem Absatzorterichten. Dieser Gedanke ist in v. Thünen's a. Buche weiter ver-folgt worden; s. auch Roscher im Archiv, N. F. III, 1!lS>

§. 214 a.

3) Die Ausgabe für Arbeitslohn (§. 211) pflegt inLandern und Gegenden, die ihr Bodcncrzcugniß an entfernteMärkte versenden müssen, schon wegen der wohlfeilen Nahrungs-mittel niedriger zu sein, und hiedurch wird wenigstens der inden Frachtkosten liegende Nachthcil einigermaßen gemildert. Istaber der geringere Arbeitslohn die Folge hoher Bevölkerung, sokann er ebenso wie die größere Fruchtbarkeit die Ursache einerKostcncrsparung und dcßhalb einer gewissen Grundrente werden,oder doch dem Einfluß anderer, auf Erniedrigung derselben hin-wirkenden Umstände widerstreben.

§.215.

4) Auch die Art, wie die Bodenbenutzung betrieben wird,hat auf die Größe der Erzcugungskosten Einfluß, §. 211. Durchgeschickten, fleißigen, mit Eapital gut unterstützten Anbau desLandes kann der Reinertrag desselben sehr vergrößert werden,und cs sind folglich bei der Bcwirthscbaftung mit dem allcrklein-sten Eapitale die Kosten, z. B. eines Ccntners Getreide, keines-wegs am niedrigsten. Selbst ohne Vergrößerung des Eapilalcslassen sich bclohncndcrc Erfolge zu Wege bringen, z. B. durchAuswahl der besten Fruchtfolge für eine gegebene Oertlichkcitoder bessere Behandlung der Düngemittel. Die Fortschritte derlandwirthschaftlichen Kunst zeigen jedoch auch manchfaltigc Ge-legenheit, wie mit verstärktem Eapitalaufwande ein reichlicheresund vcrhältnißmäßig weniger kostendes Erzcugniß erzielt werdenkann, z. B. durch gute Bearbeitung, vollkommenere Ackerge-räthe, stärkere Düngung, Anwendung mineralischer Düngemittel,Abschaffung der Brache und dergl. («). Bleibt nun der Preisder Bodcnproductc unverändert, so müssen die besser benutztenLändereien schon dieses Vorzuges willen einen Reinertrag ge-währen, wenn auch die unvollkommen bewirthschaftctcn nur die