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Grundsätze der Volkswirthschaftslehre
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so viel andere gekauft werden können, als bei dem niedrigerenStande des Lohnes.

(a) I. Cap. 2. Abschnitt der 2. Auflage. — M'Culloch, Grunds.S. 231. — Die Lehrsätze Ricardo's und seiner Schule über die-sen Punct sind schwerer verständlich, weil der Ausdruck „hoherund niedriger Arbeitslohn" in doppeltem Sinne genommen wird.Ricardo versteht unter dem Rcalwerthe des Lohns die Mengevon Arbeit, welche dazu verwendet werden muß, den Arbeiternihren Antheil an dem Erzeugnis, zu verschaffen. Der Lohn wirdniedriger, wenn er statt 28 nur 22 Proc. des ganzen Produktesbeträgt, mag er auch, zufolge einer stärkeren Produktivität derArbeit und der Capitale, aus der doppelten Menge von Güternbestehen, Grundges. S. 36 (I, 57 fr. Ueb.). Diese ungewöhnlicheBedeutung jener Ausdrücke hat manche Mißverständnisse veran-laßt, s. Sonior, Outline, S. 188. Der Lohn steigt in Ricardo'sSinne, wenn die Versorgung der Arbeiter mit Lebensmitteln mehrArbeit erfordert und daher die Preise der letzteren höher werden.Diese Veränderung muß sich, wo das Metallgeld nicht im Inlandsproducirt wird und also nicht von den einheimischen Kosten derArbeit abhängt, auch in einem höheren Geldpreise des Lohns aus-drücken, S. 23 (I, ll), und es muß sich zeigen, daß der Geld-preis der Erzeugnisse ungeachtet der Lohnerhöhung derselbe bleibt,indem diese Aenderung durch die Erniedrigung des Profites (ein-schließlich des Zinses) ausgeglichen wird, S. 31 (I, 50 fr.). DieseAnsicht spricht sich auch in M'Culloch's Aussagen vor der Parla-mentscommission in Betreff der Maschiencnausfuhr (1825) aus.Nachdem Bradbury erklärt hatte, der Lohn sei in Frankreich nurhalb so hoch als in England, und wenn der Spinner dort 3, hier6 P. für das Pfd. erhalte, so könne die franz. Fabrik das Pfd.um 3 P. wohlfeiler verkaufen, — so sprach M'Culloch die Ueber-zeugung aus, eine reale Erhöhung des Lohns (n real rlso okvnAo») könne den Preis der Waaren nicht merklich steigern und derniedrigere Lohn in Frankreich gebe den Franzosen auf dem frem-den Markte keinen Vorzug, sondern erhöhe nur den Gewcrbsgc-winn, s. die Auszüge bei Senior, S. 189. M'Culloch setzt denRealwcrth des Lohns wie Ricardo in die Größe des Antheilsam Produkte, und unterscheidet ihn nur in Hinsicht auf die Ver-änderlichkeit im Preise des Geldes von dem Geldwerthe, Grunds.S. 237. — Daß Ricardo zugleich annimmt, der Geldpreis derGüter könne eben so wenig zunehmcn, als der Preis derselben un-ter einander, beruht auf einem andern Grunde, s. Z, 269.

Z. 203.

Diese Regel gilt nur unter gewissen Voraussetzungen undvon einem Theilc der Güter. Die Vcrthcurung zufolge der Er-höhung des Arbeitslohnes könnte nämlich bei keinem Gute ebenso viel betragen, als der Lohn zugcnommen hat, weil der Kosten-satz keiner Waare blvs aus Lohn besteht. Wenn z. B. der Ko-stenbetrag eines Gutes aus 50 fl. Arbeitslohn, 10 fl. Grund-