der Eingeborncn. — Die häufigen periodischen Wanderungen derArbeiter sind ein merkwürdiger Umstand. Sic dienen, die Verschic-denheiten des Lohnes auszuglcichen, und den Bewohnern der är-meren Gegenden einigen Vortheil von dem Neichthume benachbar-ter Landstriche zuzuwcudcn, ugd sind leichter auszuführen, alsdauernde Uebersiedlungen. Biele Ebenen gewähren den Bewohnernnaher Gebirge Verdienst in der Erntezeit. So wandern wiirtem-berger und odenwälder Schnitter und Mäher jährlich in das Rhein-thal, galizische in die polnische Ebene, westfälische Arbeiter ziehenim Sommer nach Holland, Savoyarden suchen in Wallis undFrankreich Erwerb, die Bewohner der Apcnninen in der Ln,»-pnKnn cli Koma, Salzburger (namentlich Schweinschneider ausLungau und Krautschneider aus Wattsee; nach Rohrer), Tpro-Icr, Vorarlberger, Graubündner in den ebenen Gegenden Süd-Deutschlands :c. Aus dem C. Ticino gehen jährlich 10—12 000Personen auswärts, meistens nach der Lombardei, und zwar sen-det jede Gegend des Cantons andere Elasten von Arbeitsleutcnhinaus, Maurer, Stcinhaucr (1840 bis Heidelberg gekommen),Glaser rc. Franseini, Der C. Tessin, S. ISS, s. auch von Ul-menstein in Rau, Archiv, I, 22A.
(s) Die cooperativen Gesellschaften (cooperntivo societie») der Ar-beitsleute in Großbritannien und Nordamcrica bezwecken nicht blosgegenseitige Unterstützung, sondern auch Unabhängigkeit von denUnternehmern, indem aus dem ersparten gemeinschaftlichen Capi-tal die Unternehmungen bestritten werden sollen, s. Ounrterl^ I!o-vierr, Nov. 1829. — Der letztere Zweck ist weit schwerer zu er-reichen als der erste, da viele Gewerbe ein großes Capital erfor-dern, und der gute Betrieb durch eine Gesellschaft mit großenHindernissen zu kämpfen hat. Eher könnten gemeinschaftliche Speisc-anstalkcn Nutzen stiften. In den neueren socialistischen Bestre-bungen muß sich das wahrhaft Wohlthätige und Richtige von denTraumgebilden erst noch deutlicher scheiden und jede communisti-sche Beimischung als Volksverführung oder Wahn ausgestoßenwerden, vgl. §. 4S n.
§. 202 .
Um den Einfluß zu erforschen, den die Erhöhung des Lohnesauf die Preise der Maaren ausübt, muß der Preis der Laudes-erzeugnisse gegeneinander und der Preis derselben gegen Geldund ausländische Maaren unterschieden werden.
Was das Erste betrifft, so stellte Ricardo O) folgende Be-hauptung auf: Das Preisvcrhältniß der in einem Lande erzeug-ten Güter gegeneinander wird durch Erhöhung des Arbeits-lohnes in der Regel gar nicht verändert; denn da zur Hcrvor-bringung aller Güter Arbeit gehört, so tritt die Ursache der Vcr-theurung bei allen zugleich ein und wird eben wegen ihrer Allge-meinheit unmerklich, wcßhalb mit jedem einzelnen Gute noch eben