Druckschrift 
Grundsätze der Volkswirthschaftslehre
Entstehung
Seite
256
Einzelbild herunterladen
 

2S6

delskammcr in Manchester 1832 bekannt gemacht wurde. (I-'irstnnnunl report ok tlio poor larv co,»mis8io»er8, S. 202.). Hand-langer beim Mauern 12 Schill., Handweber 7—15, llmgraben desLandes 10—15, Lastträger 14 — 15, Schuhmacher 15—>6, Ma-schienenweber 13—16^, Tüncher 18, Schneider 18, Färber 15—20, Pflasterer IS — 21, Maurer 18 — 22, Blechschmiede 22— 24,Zimmerleute 24, Spinner 20 — 25, Maschiencnarbeiter 28 — 30,Eisengießer, Zurichter am Maschienenwebstuhl (0lo88er8) 28—30 Sch. Die Extreme sind in Manchester 4 fl. 12 kr. und 18 fl.wöchentlich. In Lille sind sie 3?/, fl. und 22 fl. 24 kr. (Villormu,I, 01), in Lyon erhielt 1827 ein Baumwollcnweber 7, ein Tuch-weber oder Schneider 0^, Maurer 14, Seidenweber 18^/z, Sei-denfärbcr 24 Fr. Wochenlohn. Dingler, P. Journ. XXV, 540.

§. IW.

Alis diesen Ursachen muß, abgesehen von den vorübergehen-den Verschiedenheiten des Lohnes, in mehreren Beschäftigungeneine anhaltcndeAbstufung der Lohnsätze Statt finden, die von derleichtesten und allgemeinsten Handarbeit bis zu den von Wenigenzu verrichtenden Arbeiten aufsteigt. Soweit die Ergreifung einergewissen Arbeit von der Wahl der Arbeiter abhangt, zeigt sichallerdings ein Bestreben, den Lohn mit dem Kostenbeträge einerjeden Art von Arbeitern ins Gleichgewicht zu bringen, indem dieverhältnißmaßig zu gering gelohnte Arbeit von mehreren Men-schen aufgegeben oder wenigstens seltener von angehenden Arbci-beitern ergriffen, die reichlich bezahlte aber desto eifriger gewähltwird; inzwischen tritt diese Ausgleichung nicht schnell ein, weilihr die Macht der Gewohnheit und manche andere Schwierig-keiten des Ueberganges (Z. 161) im Wege stehen («). Arbeiterin vorgerückten Jahren oder mit ganz einseitiger Geschicklichkeitkönnen bei geringem Begehr dahin gebracht werden, sich mit demkärglichsten Lohne zu begnügen. Das Mitwcrbcn hat überhauptauf den jedesmaligen Stand des Lohnes einen sehr mächtigenEinfluß (S).

(«) Rau, Zus. 58 zu Storch, III, 308.

(-) Der Taglohn bei manchen Verrichtungen ist im Winter niedrigerals im Sommer. Zwar lebt der Arbeiter im Winter kostbarer,aber seine Thätigkeit hat geringeren Werth, weil sie wenigereStunden des Tages einnimmt, der Begehr ist daher kleiner, ohne?hin stehen manche Geschäfte in der kalten Jahreszeit ganz stillund das Mitwerben drückt folglich den Lohn herab.