Druckschrift 
Grundsätze der Volkswirthschaftslehre
Entstehung
Seite
241
Einzelbild herunterladen
 

schnittsbedarf auf 69," und 62," fl. zu setzen, was aber wegender verschiedenen hinzukommendcn anderen Kosten, und weil diePreise nicht genau dem Wcrthe vcrhältnißmäßig sind, nicht zu-reicht. Biele norddeutsche Landwirthe nehmen an, dass der Unter-halt eines Knechts 60 — -18 rthlr. koste, womit auch süddeutscheAngaben übereinstimmcn, z. B. gegen 60 fl. in der badischen Pfalz.Mit dem Lohne können die Kosten eines Ackerknechts in Deutsch-land auf 100—120 fl. (3300 — 4000 Pfd. Roggen) gesetzt wer-den, was auf den Arbeitstag 20—24 kr. beträgt. Block schlägtdiese Kosten in 5 Abstufungen auf 60—82 rthlr. (87/2—143 fl.san, wovon die Mitte 66 rthlr. — 115 fl. 24 kr. ist. (4600 Pfd. R.in Nord-D.) Bei Klecmann giebt der Durchschnitt g. 78rl.—4914 Pfd. R., V eit's Berechnung, 131 fl. jährl., zeigt 4500 Pfd.R., die Technische Instruction für die Oek. Comm. in Pommern(Bert. 1842) ermittelt die Kosten eines Knechts i. D. zu 46 Sch,4,5 M. — 3887 Pfd. R. In Steiermark kommt ein Knecht auf88 fl. des 20 fl. F. oder 35>/z Metz. R. (2816 Pfd.), s. Hlu-beck, Landw. des H. Steierm. S. 61. — Bon diesen Zahlenweichen diejenigen, welche den Unterhalt ganzer Familien vonLohnarbeitern bilden, merklich ab. Dich ist schon daraus abzunch-mcn, daß eine Taglöhnerfamilie etwa nur j/z oder >/, mehr zuverzehren hat, als ein Knecht, s. §. 190, (c). Stach Erfahrungenin Sachsen (Geschästsanweis. f. die Abschätz, z. Grundsteuer, >838.)muß ein Taglöhner 1 j/z Metzen Roggcnwerth, eine Frau 1 Metzetäglich verdienen, um auszukomme», also ros,,. 15 und 10 Pfd.nach Klecmann der Mann 14—16,^ Pfd., die Frau 9,^ —11,?Pfd. Nimmt man für den Mann 300, für die Frau 150 Arbeits-tage an, so ist der Verdienst einer Familie 4500 -ss 1500 — 6000Pfd. Roggen. Im Reg. Bcz. Düsseldorf erwirbt der Feldkaglöh-ncr und seine Frau in vorstehender Zahl von Arbeitstagen 6580Pfd. Roggen, in Steiermark nur 3810 Pfd. Die in Norddcutsch-land gangbare Annahme eines Bedarfes von 2 pr. Metzen Rog-gen für den Laglöhncr beträgt 10>/l, Pfd. täglich oder 3832 Pfd.jährlich. In Frankreich hat man folgende Berechnungen des Fa-milienbedarfes «»gestellt:

1. Feldarbciter, Mann, Frau und drei Kinder, nach >IuIlloro^nes; s. <Ie Villoiicuvo, km. polit. cliröt., Uiv. I. cl>. 9.(S. 145, Brüssel); 19 Unzen Hausbrod auf den Kopf zus. 2168Pfd. — 303," Fr., Fleisch, Gemüse, Salz, Milch, zu Fr. aufden Kopf 91," Fr., geistige Getränke, 10 Cent, täglich 36," Fr.,also Nahrung 431," Fr. Miethe, Holz, Licht, Mobiliar, Steuern70 Fr., Kleidung, Wäsche 100 Fr., Verschiedenes 18," Fr., zu-sammen 620 Fr. Dieß ist jedoch noch ein gutes Auskommen einerFamilie, da sowohl an der Kleidung, als an der Kost durch Ge-brauch der Kartoffeln gespart werden könnte, und nach CH. Du-pin der mittlere Erwerb für einen Fcldarbeiter und dessen Frauin Nordfrankreich nur 508, in Südfrankreich 441, im Mittel477 Fr. — 222 fl. beträgt. (Das Pfd. Waizenbrod zu 3 Sousgerechnet, sind etwa 4 Pfd. Brod — 5 Pfd. Waizen, also muß dasPfd. Waizen 12 Cent, gelten oder das Pfd. Roggen 9," Cent.

— 2'j/z kr. Daher sind 222 fl. — 4995 Pfd. Roggen.)

2. Gewerksarbcite r. Nach «Io sloroxuos sind 760 Fr.

— 348 fl. für die Familie unerläßlich. In der Gegend von Mülhau-sen braucht eine Familie von 6 Köpfen täglich gegen 1/ Pfd. Brod

R a u, polit. Oekon. sie Ausg. I. 1 (i