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Grundsätze der Volkswirthschaftslehre
Entstehung
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Haft wünschen ihn zn vergrößern, als die, welche ihn vergütensollen, ans seine Verminderung bedacht sind. Jndeß gicbt cs einengewissen Betrag des Aufwandes für Nahrung, Kleidung, Ob-dach, Brennstoff rc., der als Untergranze (minimum) anzuschcnist, weil er zur Erhaltung der Arbeiter und ihrer Angehörigen inGesundheit und Kraft so unentbehrlich ist, daß, wenn nicht cin?mal so viel gereicht würde, die Arbciterzahl in Kurzem durchElend, Ehelosigkeit und Auswanderungen verringert werdenmüßte, vgl. Z. 184 («). Diese Untergranze ist in warmen Lan-dern etwas niedriger als in kalten, wo die Beschützung vor derrauhen Witterung mehr kostet und auch auf die Nahrung mehrverwendet werden muß («). Gewöhnlich steht der Lohn überdiesem untersten Satze, und wenn er einmal durch das Mitwer-bcn der Lohnherren bei beschränktem Angebote auf eine solcheHöhe gebracht worden ist, die den Arbeitern mehr als das Nö-tigste gewahrte, so gewöhnen sich diese bald an einen reichlicherenGütcrgcnuß. Das Beispiel der höheren Stande, die Verfeine-rung des Geschmacks, die Veredlung der Sitten und überhauptdie Verbreitung der Bildung in den unteren Ständen erweiternnach und nach die Ansprüche der arbeitenden Classc, die folglichneben den natürlichen auch manche künstliche Bedürfnisse an-nimmt. Obgleich es nun ursprünglich eine Folge des reichlichenLohns war, daß sich die Arbeiter eines Landes eine behag-lichere Lebensweise verschaffen konnten, so wirkt diese doch wiederdurch ihre Dauer als Bestimmgrund des Lohnes, indem siedie Arbeiter antrcibt, einer Erniedrigung des Lohnes eifrig zuwiderstreben (S). Die Mittel zu diesem Widerstande, z. B. Ueber-gang zu einem anderen Geschäfte, Lrtsvcrändcrung rc., sind je-doch von sehr beschränkter Stärke, und es ist nicht selten, daßdie Arbeiter durch die Macht der ungünstigen Concurrcnzvcrhält-nisse dahin gebracht werden, sich Entbehrungen gefallen zu lassen,die mit der Zeit wieder durch Gewöhnung ihr Peinliches verlie-ren (o). Offenbar sind deßhalb die Anforderungen der Arbeiterauf ein gewisses Maaß von Gütergenuß von Land zu Land, jenach der wirthschaftlichcn und geistigen Entwicklung, sehr ver-schieden.