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kann in verschiedenen Zeiten und Gegenden verschieden sein, lindwird in der Bcnrthcilung des Einzelnen sowohl von der Erwer-bung des Gutes im Tausche, als von der eigenen Erzeugungverstanden (cr). Werden dagegen mehrere Preise einer und der-selben Sache miteinander verglichen, so entstehen die Begriffevon tHeuer und wohlfeil. Ein Gut ist thcucr oder wohlfeil,je nachdem sein Preis höher oder niedriger ist, als in vielen an-deren Tanschfallen, dieß setzt also voraus, daß in verschiedenenLrtcn oder Zeiten die Preise eines Gutes von einander abwei-chcn (A). Zwischen dem Zustande des Theuer-und Wohlfeilscins(dcr Theurung und Wohlfeilheit) liegt der mittlere, demmittleren Kostensätze entsprechende Preis, welcher zugleich dergewöhnliche ist (a). Thcur u n g und Wohlfeilheit müssenimmer auf einzelne Arten oder Gattungen von Gütern bezogenwerden, deren Preis gegen die übrigen hoch oder niedrig ist. Wasman Theurung und Wohlfeilheit aller Güter gegen Metallgeldnennt, ist genau betrachtet nichts als Wohlfeilheit oder Theurungdes letzteren. Werden beide Bezeichnungen schlechthin, ohne Be-nennung einer Gattung von Gütern gebraucht, so bezieht mansic auf den Preis der gewöhnlichsten Nahrungsmittel (</).
(a) Der Diamant ist in beiden Hinsichten kostbar, er hat nicht bloseinen hohen Preis, sondern das Aufsuchen und Schleifen fordertauch großen Kostenaufwand.
(-) Storch, I, 305.
(c) Aus diesem Grunde weicht die von Lotz gegebene Bestimmung bei-der Begriffe von der obigen weniger ab, als cs zunächst scheint.Nach seiner Meinung beziehen sich beide auf das Verhältnis! zwi-schen den Marktpreisen und den Kosten; theuer ist die Sache, de-ren Preis über dem Kostensätze steht. Handb. I, SS. — Da nundie Kosten den gewöhnlichen mittleren Preis bestimmen, so werdenbeide Erklärungen in den meisten Fällen Zusammentreffen. Abernach dem herrschenden Sprachgebrauche nimmt man bei jenen Aus-drücken auf die Kosten, deren Größe man oft gar nicht kennt, keineRücksicht. Jedermann nennt den Zucker wohlfeil, wenn der Cent-ner 25 fl., theuer wenn er SO fl. gilt, die Kosten seien welche siewollen. Selbst bei Dingen, die weit über ihrem Kostensätze ver-kauft werden, wie der Wein von ausgezeichneten Lagen, sprichtman unbedenklich und allgemein von wohlfeil und theuer.
(</) Die Ausdrücke thcucr und kostbar werden häufig miteinander ver-wechselt, und in der Ermanglung eines anderen Wortes wirdauch das Gegcntheil von kostbar wohlfeil genannt.