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Grundsätze der Volkswirthschaftslehre
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mer noch die größere oder geringere Mühe des Gewinnens, z. B.des Holzfällens, hinzukommen.

(L) Oioero, De ofliciis, II, e.-ep. 3, 4. führt diese» Gedanken aus. Esist hieraus leicht zu erklären, wie man, besonders dem phpsiokra-tischen Grundirrthumc gegenüber, die Arbeit für die einzige Quelleder Güter halten konnte, s. §. 85. (/>). — Es kommt hinzu, daßder Preis der Dinge, insoferne er von den Kosten bestimmt wird,sich vorzüglich nach der angewendetcn Arbeit richtet.

(o) Die Arbeit ist nicht nur nothwendig für unser Auskommen undeine Pflicht gegen die Gesellschaft, sondern sie kann und soll auchunsre Freude, unser Trost sein, alle unsere besseren Kräfte übenund stärken. Beschäftigung, die nie ermattet re. Schiller (Ideale).— Freilich kann dieß von gedankenloser Handarbeit weniger er-wartet werden, als von solcher, die auch den Geist beträchtlich inAnspruch nimmt. Den Müßiggang aber bezeichnet mit Recht einalter Spruch als aller Laster Anfang.

II. Zweige der Arbeit.

§. 94 .

Beachtet man den Zweck, welchen der Arbeiter bei den fort-dauernd als Beschäftigung betriebenen Verrichtungen im Augehat, so ist dieß entweder der Erwerb von Sachgütern, oder einhöheres, in der Idee eines gewissen Berufes liegendes Ziel, beiwelchem der Erwerb zwar ebenfalls beabsichtigt, aber nicht zurHauptsache gemacht werden darf. Beschäftigungen für den Zweckdes Erwerbes heißen überaupt Gewerbe. Untersucht man da-gegen die volkswirthschaftlichen Wirkungen der Arbeiten, so er-kennt man sogleich, daß nicht alle Arten derselben beitragen, eineVermehrung der Gütermenge zu bewirken; manche Zweige der-selben, wie nützlich sie auch in anderer Beziehung für die Ge-sellschaft sein mögen, sind doch ohne allen Einfluß auf den Standdes Volksvermögens und werden deßhalb nicht zu den hervor-bringenden, volkswirthschaftlich werbenden oder produc-tiven Beschäftigungen gerechnet. Es läßt sich aber erst dannbeurtheilen, welche Arbeiten productiv oder unproductiv sind,wenn man die verschiedenen Zweige der Arbeit nach ihrer eigcn-thümlichen Wirkung abgetheilt und überblickt hat.