3. Abschnitt.
Die Arbeit als Güterquelle.
I. Einleituttg.
§. 92. 93.
Es kann fast kein Sachgut in den Gebrauch für menschlicheZwecke gelangen, ohne daß sich an ihm in irgend einem GradeArbeit äußert, wäre cs auch nur das Ergreifen und Sammelnder in ihrem rohen Zustande schon anwendbaren Naturerzeug-nifse («), und sehr viele Güter würden ohne Hülfe der Arbeitgar nicht entstehen (ö). Diese gehört deßhalb offenbar unter diemächtigsten Bedingungen der Gütererzeugung, und da sie amvollständigsten unter der Herrschaft des menschlichen Willenssteht, so muß sich schon deßhalb die Wirthschaftslehre am meistenmit ihr beschäftigen. Die Mehrzahl der Menschen erwirbt sichdurch Arbeit ihren Unterhalt, und diese Nöthigung zum fort-währenden Kraftgcbrauche befördert zugleich die Ausbildung allerkörperlichen und geistigen Anlagen des Menschen, §. 20. (o).Wie die Größe des jährlichen Einkommens eines Volkes haupt-sächlich von der hervorbringcnden Arbeit desselben abhängt, somuß auch der vorhandene Stamm von beweglichem Vermögenals die aufgesparte Frucht früherer Arbeiten betrachtet werden,(a) Es giebt zwischen der leichten Aneignung der Früchte wildwach-sender Pflanzen und der künstlichen Verarbeitung von Stoffen sehrviele Abstufungen für das Vcrhältniß zwischen der Arbeit und denNaturkräften. Bei der von Schenk (Bedürfniß rc.I, 74.) geschil-derten Entstehung nützlicher Naturprodukte ohne Arbeit muß im-