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Grundsätze der Volkswirthschaftslehre
Entstehung
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2. Abschnitt.

Naturkräfte als Güterquellen.

§. 86 .

§)er Einfluß der natürlichen Kräfte auf die Entstehung der sach-lichen Güter ist von solcher Wichtigkeit, daß man, wie das Bei-spiel der Physiokraten zeigt, leicht verleitet werden kann, nebenjenen alle übrigen Güterguellen außer Acht zu lassen. Ohne diefreiwilligen Geschenke der Natur würde das Menschengeschlechtin seinem Kindesalter sich nicht erhalten haben, und auch diespäter hinzugetretenen Künste stützen sich immer auf den Bei-stand der Naturkräste («). Um die Art, wie diese wirken, näherzu beleuchten, sind die verschiedenen Arten nutzbarer Erzeugnissenach den Bedingungen ihrer Entstehung, und zwar zunächst dierohen und verarbeiteten, sodann bei jenen wieder die organischenund unorganischen Stoffe zu unterscheiden.

I. Lrganische Wesen (Thiere, Pflanzen) bilden sich ausdurch das Walten der schon in dem Keime wirkenden Lebens-kraft und durch Aneignung (Assimilirung) verschiedener nähren-der Stoffe. Um fortwährend zur Befriedigung menschlicher Be-dürfnisse zu dienen, müssen solche Körper, weil sie nicht, wie diemineralischen Stoffe, in großen Massen aufgehäuft sich erhalten,immer von Neuem erzeugt werden, was öfters ganz ohne mensch-liches Zuthun geschieht. Zu ihrer Entwicklung sind erforderlich:1) organische Lebenskräfte. Diese folgen in jeder Art von Pflan-zen und Thiercn eigenen, unveränderlichen Gesetzen, so daßdie Fortpflanzung, das Wachsthum, die Abnahme und derUntergang der belebten Wesen überall und immer gleiche