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I!I. Geschichte der politischen Oekonomie.
§. 28 .
Die Geschichte der Vorstellungen, die jedes Volk und jedesZeitalter von den Gegenständen der Volkswirthschaftslchre undder wirthschastlichcn Politik hatte, stützt sich zunächst auf die hier-über verfaßten Schriften, schöpft aber auch aus der Kcnntnißder Staatscinrichtungcn, insofcrnc diese als Erzeugnisse wirth-schastlichcr Meinungen gelten können (»). Aus dieser Geschichteist deutlich zu erkennen, wie schwer cs ist, sich von der bürger-lichen Wirthschaft zu einer richtigen Erkenntniß des Wirthschafts-wcscns ganzer Staaten zu erheben, und wie sowohl der Anstoßzum Nachdenken über das letztere als die Richtung, welche manbei diesen Untersuchungen einschlug, meistens von äußeren Um-ständen ausgingcn. Uebcr einzelne Abschnitte der wirthschaftli-chcn Politik, insbesondere der Finanzwisscnschaft, mußten sichschon früh bestimmte Ansichten bilden, weil die Regierungen nichtumhin konnten, zu handeln; die geordnete Erkenntniß der Volks-wirthschaft in ihrem Zusammenhänge entstand dagegen sehr spät,nicht vordem 18.Jahrhundert.Die Alte n drangen in das Wesenderselben nicht tief ein und viele der wichtigsten Gegenstände bliebenihnen ganz fremd; daher beschränkte sich dicVolkswirthschaftspflcgeauf wenige einfache Maaßrcgcln, deren Zweckmäßigkeit leicht zubcurthcilcn war; auch das Finanzwesen beruhte nicht auf festenGrundsätzen, und zeigte oft nur das Bestreben, auf den kürzestenWegen, ohne Beachtung der Folgen, Einkünfte für die Staats-kasse zu gewinnen (/,). Unter die Ursachen dieser Unbekanntschaftmit den inneren Gesetzen des Nahrungswcsens gehört die zumThcile aus der Sklaverei zu erklärende allgemeine Geringschätzungder stoffvcrcdelnden Gewerbe (Gewerke), und, was insbesonderedie Griechen betrifft, die alle Aufmerksamkeit auf sich ziehendeRegsamkeit des öffentlichen Lebens, wobei die Parteikämpfc imInnern und das Ringen nach Macht gegen Außen die meisten