23
kann, ohne die Wohlfahrt des Staates erheblich zu gefährden,und sich daher aus der Betrachtung früherer Falle belehren muß.Ucbrigcns bringt die Geschichte erst dann diese Vorthcilc in vol-lem Maaßc, wenn sic den Wirthschaftsangclegcnhciten der Völ-ker und Regierungen die gebührende Aufmerksamkeit widmetund wenn diese Gegenstände von den Geschichtsforschern mitSachkenntnis; behandelt werden. Die Geschichte des Gcwcrb-sleißcs greift am meisten in die Volkswirthschaftslchre ein («).(r?) G. v. Gülich, Geschichtliche Darstellung des Handels, der Gewerbeund des Ackerbaus der bedeutendsten handeltreibenden Staaten un-serer Zeit, Jena 1830 — 45, V Bde. (fleißig gearbeitet u. lehrreich.)Ein älteres sehr nützliches Werk ist: Fi sch er, Geschichte des teutschenHandels, I. u. II. Bd. 2. Ausg. 1793. 1797. III. u. I V. B. 1791. 1792.
§. 2ö.
Die Statistik enthält die sämmtlichcn Thatsachen, welcheden Zustand der Staaten in einem gegebenen Zeitpunkte (ge-wöhnlich in der Gegenwart) darstellcn. .Die VermögenSange-lcgenhcitcn nehmen unter den Gegenständen der Statistik einebesonders wichtige Stelle ein, weil sie am leichtesten einen be-stimmten Ausdruck in Zahlen zulassen, der in jener Wissenschaftsehr wünschcnswerth ist. Die statistischen Angaben über Hervor-bringung, Vcrthcilung, Besitz und Verzehrung der sachlichenGüter in jedem Volke und über daS Finanzwesen sind für diepolitische Sckonomic höchst nützlich, indem sie dienen, deren Leh-ren zu bestätigen, zu ergänzen, oder zu berichtigen oder auf bc-'sondere Fälle anzuwendcn. Viele Thatsachen der Statistik for-dern zur Erforschung der ihnen zu Grunde liegenden Ursachenaus und führen hiedurch zu neuen staatswirthschaftlichcn Unter-suchungen. Dicß gilt besonders von der Zusammenstellung sta-tistischer Nachrichten über den nämlichen Gegenstand aus meh-reren Ländern (vergleichende Statistik), wobei nur großeWchulsamkeit nöthig ist, um wirklich Gleichartiges neben ein-ander zu setzen. Wiederum gewährt auch die politische Oeko-nomic bei den statistischen Forschungen große Hülfe, weil sie dieGesichtspunkte bemcrklich macht, nach welchen die Thatsachen ge-sammelt, geprüft und geordnet werden können. Es ist daher die