machte bessere Bekanntschaft mit meinem Herrn Wirth undverlangte von ihm zu erfahren, wo sich der eine und derandere Zeitungsschreiber und Buchdrucker aufzuhalten pflegte;j und dieser mein guter Wirth war mir denn durch meine. gestrigen Erzählungen so geneigt geworden, daß er sich an-bot, selbst mit mir zu gehen und mich bester Maßen zuempfehlen. Der Anfang war gut, und der Fortgang warauch nicht schlimmer. Ich fand bei den Zeitungsschreibernmehr Stoff, als ich anzutreffen mir jemals eingebildet hätte.Insonderheit hörte man dazumal, nämlich im Jahre eintausend sechs hundert acht und sechzig im Monat Juni, von, nichts Anderem schwatzen, als von der trefflichen Tapferkeitder Venctiancr in der wcitbcrühmtcn Festung Candia undvon der Raserei des türkischen Großveziers in der Bestür-mung und Belagerung derselben. Die Schreiber, deren oft. zehn in einer Herberge beisammen saßen, ließen es sich mitder Abfassung der Sachen so angelegen sein, daß Einer, dersie gesehen hätte, geschworen haben sollte, es betreffe etwas,> woran die Wohlfahrt des ganzen römischen Reiches gelegenwäre. Ich erlangte in Kurzem vielerlei Sorten von Zei-tungen über den besagten Gegenstand, kehrte damit behendwieder in meine Herberge zurück, zog das Veste davon her-aus , zierte es mit meinem gewöhnlichen Styl auf das An-nehmlichste aus, und fing auch an, den ganzen Verlauf desdazumal vorgcfallencn großen Seegefechtes, welches zwischender venctianischcn Republik zweitem Schiffskapitain Lione und zehn barbarischen Schiffen sich zugetragen hatte, in ein
!' Lied zu bringen und solches auf öffentlichem Markte bei
s ' ehester Gelegenheit abzustngen. Da stellte ich dann derf beiden vcnetianischen Kapitainc Lustsprengung ihrer eigenen