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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
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ten mich gar zu sehr brennen und mein bockcnzcnder lieb-licher Schweißgeruch möchte das schöne Fraucnvolk, das ichdoch ziemlich zu hassen anfing, mir nur zum Verdrussc wie-der herbeilockcn. Stehlen war für mich auch keine Arbeitmehr, weil cs mir chedessen etliche Male gar übel dabeiergangen war und mir auch immerdar die heftige Furcht vorAugen schwebte, in der Luft verarrcstirt zu werden, wofürmir doch ärger graute, als vor dem abscheulichen Tode selbst.Ich hatte oft versucht, einen Marktschreier abzugeben undmein Katharinen-Ocl, Zahnpulver, Wurmsaameu, Lcb-küchlein, Pflästcrlcin für die Hühneraugen, Goldwasscr,Giftlatwerge und dergleichen Zeugs mehr den Leuten einzu-schwatzcn, und ich befand mich auch cincZcitlang ganz wohldabei. Wie ich aber einstmals in eine Apotheke einer be-rühmten Stadt kam, um das eine und das andere mirDienliche cinznkaufen,. und daselbst von Ungefähr ein Nc-cept auf dem Tische liegend erblickte, dessen Anfang, den ichlas, also lautete:

Itecipc carnes mal! mesici."

auf deutsch wörtlich :Nimm das Fleisch eines bösen Arztes."Ach, behüte mich, ewiger Gott! wie wurde mir da so angstund bange! Es entfuhr mir etwas, das dcu lieblichenApothckergeruch ganz und gar verfälschte; denn ich dachtenicht anders, als man strebte nach meinem Fleische, als demeines heillosen Arztes, während doch, wie ich hernach berichtetworden bin, das Latein nichts Anderes bedeutete, als:Nimm Citroncn-Mark." Ich machte mich, so behend alsich nur konnte, aus der Apotheke, packte meinen Kram zu-sammen und lief, als wenn höllisches Feuer hinter mir wäre,zum Thore hinaus; ich gab auch in kurzer Zeit diese meine,