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außerhalb des hohlen Baumes mich befand, der Alte meinenKopf in seinem Schooße und vorn meine Juppc geöffnethatte, als ich mich wieder erholte. Da ich den Einsiedel sonahe bei mir sah, fing ich ein solch grausames Geschrei an,als ob er mir in demselben Augenblicke das Herz aus demLeibe hätte reißen wollen. Er aber sagte: „Mein Sohn,schweig', ich thue dir nichts, sei zufrieden! .." Jcmehr ermich aber tröstete und mir licbkosete, desto mehr schrie ich:,,O du frißt mich! O du frißt mich! du bist der Wolfundwillstmich fressen!" „Ei, ja wohl, nein, mein Sohn!"sagte er, „sei zufrieden, ich freß' dich nicht." Dies Ge-fecht und erschreckliche Geheule verführte ich sehr lange, bisich mich endlich so weit ließ weisen, mit ihm in seine Hüttezu gehen. In dieser war die Armuth selbst Hofmeistcrin,der Hunger Koch und der Mangel Küchenmeister. Dawurde mein Magen mit einem Gemüse und einem TrunkWassers gelabt und mein Gcmüth, das ganz verwirrt war,durch des Alten tröstliche Freundlichkeit wieder aufgerichtetund zurecht gebracht. Deswegen ließ ich mich durch dieAnreizung des süßen Schlafes leicht bcthörcn, der Natursolche Schuldigkeit abzülegen. Der Einstndcl merkte meineNothdurst und ließ mir darum den Platz allein in seinerHütte, weil nur Einer darin liegen konnte. Ungefähr umMitternacht erwachte ich wieder und hörte ihn folgendesLied singen, welches ich hernach auch gelernt habe:
Komm, Trost der Nacht, o Nachtigall!
Laß deine Stimm' mit FreudenschallAuf's lieblichste erklingen;
Komm, komm und lob' den Schöpfer dein,
Weil andre Vögel schlafen seinUnd nicht mehr mögen singen: