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Andreolus sein Herz, Sinn nnd Gedanken, und wurde inkurzer Zeit durch ihre holdseligen Worte und züchtigen Ge-berden dermaßen verzaubert, daß er schwur entweder nichtzu leben, oder diese liebreizende Nachbarin vermittelst eineskeuschen Ehcbandcs in seinen Armen zu haben. Er ließkeine Gelegenheit nnterweges, ihr so bei Tage wie bei Nacht ^ans den Dienst zu warten und ihr seine hcrzfrcfsendcn Lie-bcslcidcnschaftcn zu verstehen zu geben, welche von Cäcilicnnicht allzu kaltsinnig und auch nicht zu gar liebreich ausge-nommen wurden, bis er sie endlich überredete, daß sie ineinen ihrer Wohnung nicht fern entlegenen Garten sich zuverfügen versprach, woselbst er sich mit mir, als seinem Hof-meister, gleichfalls zu der bestimmten Zeit einfindcn wollte, fum von einem künftigen Ehcvcrlöbniß sich auf das Vestemit ihr zu unterredcn. Die Anstalt wurde gemacht zu unserer !beiderseitigen allerhöchsten Unglückscligkcit. Mein An- !drcolus empfing seine Cacilia mit hochvcrgnügcnder An-muthigteit und sie hinwiederum ihn ebenso. Während ichnun mittlerweile hin nnd wieder in dem Garten umher i
ging und die kostbaren und anmnthigcn Gewachst betrachtete, ^
da ließen sich unterdessen meine beiden Verliebten untereinem großen und schönen Salbcistocke n-dder und setztenihr Gespräch fort, das ich wohl in etwas -ernehuien konnte.
Es stand aber nicht gar lange an, da horte ich ein erbärm- ^lichcs Klagegeschrei, ein Heulen und Weinen, welches michalsobald heftig bestürzt machte, als lch Cäcilicn gegen michlaufen sah, die mit kläglichen Gctcrdcn und immer heftige-rem Geschrei sich also vernehmt ließ: „Andreolus, ach,mein liebster Andreolus ist odt! Ach, Andreolus liegtdort im Grase erblaßt!" so fort. Ich konnte vor