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brüdcr thatcn, schämte ich mich, und ich besorgte noch dazu,ich würde in Hessen sowohl wie an der Bergstraße, als inLändern der rcformirtcn Religion, weiter nichts als Ver-spottung erfischen, weil solche Leute auf die Mnschclträgcrwenig halten. Indem ich mich nun dergestalt nm meineWegspcise ängstigte, da wurde unversehens eines AnderenUnglück zu meinem Glücke, und cs rückte mir ein, ich solltewiederum, wie etwa ehedem in Frankreich, einen Arzt ab-gcben. Denn als wir unweit Fritzlar in einem Fleckenübernachteten, hatte sich der reichste Mann daselbst schondergestalt aus der Nase verblutet, daß Jedermann an seinemLeben verzweifelte. Man war an alle umliegenden Ocrtcrgeritten und gelaufen, um Leute und Mittel zu suchen unddas Blut zu stillen; aber es war Alles umsonst! Sobaldich nun solches von meinem Wirthe und seinen Leuten horte,that ich mich gleich großer Streiche aus, daß ich ihm zuhelfen wüßte. Dieses wurde alsobald dem Patienten undseinen Leuten gesagt und ich noch bei eitclcr Nacht in großerEile zu dem Kranken selbst abgeholt. Denselben fand ichmehr todt als lebendig; denn er sah schon bleich, grün undbleifarbig aus, außer anderen Zeichen des gewissen Ster-bens, die sich an ihm verspüren ließen. Es stand ei» Kübelvoll Blut dort, das ich auf fünfunddrcifiig Metzen zu schätzte,ohne dasjenige, welches allbercits anderswohin verschüttetworden war. Ucbcrdies hatten sie von außen sowohl alsinnerlich bereits die äußersten Nothmittel gebraucht; siehatten ihn erschreckt, mit kaltem Wasser begossen, ihmkühlende und zusammenziehende Sachen cingegcbcn undüberschlagen, ihm, wie einem Gefangene», Schenkel, Armeund Brust gebunden, seiner mit Aderlässen nicht geschont.
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