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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
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stand ich alsobald, daß es mein verstorbener Kamerad war,welcher bei seinen Lebzeiten seine Dukaten dorthin verbor-gen hatte, in der Meinung, wenn ctwan über kurz oderlaug ein Schiff an die Insel kommen würde, daß er alsdannsolche wieder erheben und mit sich davon nehmen wollte.Er gab mir auch zu verstehen, daß er auf dieses wenigeGeld, als durch welches er wieder nach Hause zu komme»verhofft, sich mehr als auf Gott verlassen hätte, weswegener denn mit solcher Unruhe nach seinem Tode büßen undmir auch wider seinen Willen Ungclcgcnhcit hätte machenmüssen. Ich'nahm auf sein Begehren das Gold heraus,achtete es aber weniger als nichts, was man mir destoehender glauben kann, weil ich cs auch zu nichts zu gebrau-chen wußte. Dieses nun war der erste Schrecken, den ickeinnahm, seitdem ich mich allein befand. Aber nachgehcndswurde mir wohl noch von anderen Geistern zugesctzt, alsdieser einer gewesen war. Davon will ich indcß weiter!nichts melden, sondern nur noch dieses sagen, daß ich der-!mittelst göttlicher Hülfe und Gnade dahin kam, daß ickkeinen einzigen Feind mehr verspürte, als meine eigenenGedanken, die oft gar veränderlich standen. Denn diesesind nicht zollfrei vor Gott, wie mau sonst zu sagen pflegt,sondern cs wird zu seiner Zeit ihretwegen auch Rechenschaft!gefordert werden.

Damit nun dieselben mich desto weniger mit Sündenbeflecken sollten, befleißigte ich mich nicht allein auszuschla-gen, was nicht taugte, sondern ich gab mir auch selbst alleTage eine leibliche Arbeit auf, um solche neben dem ge-wöhnlichen Gebete zu verrichten. Denn gleichwie derMensch zur Arbeit, wie der Vogel zum Fliegen, geboren