denn nicht allein mehr als genügsame Gelegenheit, sondernauch einen steifen Willen und Vorsatz hatte. Ich machtemir die Güter und Gaben dieses Ortes zwar wohl zuNutzen, mit herzlicher Danksagung gegen Gott, als dessenGüte und Allmacht allein mir solche so reichlich bescheerthatte. Daneben aber befleißigte ich mich, daß ich derenUeberfluß nicht mißbrauchte. Ich wünschte oft, daß mancheehrliche Christenmenschcn bei mir sein möchten, die ander-wärts Armuth und Mangel leiden müssen, um sich der ge-genwärtigen Gaben Gottes zu bedienen. Weil ich aberwohl wußte, daß es Gott dem Allmächtigen mehr als zumöglich — wofern es anders sein göttlicher Wille wäre —noch mehr Menschen leichtlicher und wunderbarlichcr Weisehierher zu versetzen, wie ich hergebracht worden wäre, so gabmir solches oft Ursache, ihm dcmüthig zu danken für seinegöttliche Vorsehung und dafür, daß er mich vor vielentausend anderen Menschen so väterlich versorgt und mich ineinen solchen geruhigen und fricdsamen Stand gesetzt hatte.
Das dreiundzwanzigste Kapitel.
Simpler, der Mönch, die Geschichte beschleußt,
Damit das Ende seiner sechs Bücher weist.
Mein Kamerad war noch keine Woche todt gewesen,als ich um meine Wohnung herum ein Ungeheuer vermerkte.„Nun, wohlan, Simplicius!" dachte ich bei mir, „du bistallein) sollte sich nicht der böse Geist unterstehen, dich zu