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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
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Zeit große Noch gelitten. Darauf wurde der Himmel wie- tder klar, also daß wir die Gestirne sehen konnten, an wcl- ;chm wir vermerkten, daß uns der Wind je länger je mehr ;von der Seite Afrika's in das weite Meer gegen das mibe- 'kannte Australien hincintricbe, was uns Beide sehr bestürzt imachte. Gegen den Tag hin wurde cs abermals so dunkel, idaß wir einander nicht sehen konnten, wiewohl wir nahebei einander lagen. In dieser Finstcrniß und diesem er- !bärmlichen Zustande trieben wir immer fort, bis wir unver- sschens inne wurden, daß wir ans dem Grunde fitze» bliebe» !und still hielten. Der Zimmcrmann hatte eine Art in jseinem Gürtel stecken; mit dieser untersuchte er die Tiefe !des Wassers und fand solches auf der einen Seite nichtsonderlich viele Schuh tief. Dieses erfreute uns herzlichund gab uns unzweifelhafte Hoffnung, daß Gott uns irgend-wohin an's Land geholfen hätte, was uns auch ein lieb-licher Geruch zu verstehen gab, den wir empfanden, als wirwieder ein wenig zu uns selbst kamen. Weil es nun sofinster und wir Beide ganz abgemattct, zumal auch des Ta- §gcs ehestens gewärtig waren, so hatten wir nicht das Herz,uns in das Wasser zu legen und solches Land zu suchen,ungeachtet wir alibereits nicht weit von uns etliche Vögel 'singen zu hören vermeinten, wie cs denn auch nicht anderswar. Sobald sich aber der liebe Tag im Osten ein wenig ^erzeigte, sahen wir durch die Düstere ein wenig Land, mitBüschen bewachsen, allernächst vor uns liegen. Deswegenbegaben wir uns alsobald gegen dasselbe hin in's Wasser,welches je länger je seichter wurde, bis wir endlich mitgroßen Freuden auf das trockene Land kamen. Da fielenwir nieder aus die Kniee, küßten den Erdboden und dankten