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Verum, u»d dieser ließ mich deswegen bei dem Nachtessenan seine Tafel setzen, wo ich denn nicht übel bewirthet wurdeund, auf des Schloßhcrrn Begehren, Alles wiederhole»mußte, was ich zuvor seinem Schreiber von meinem Thunund Wesen erzählt hatte. Er fragte auch allen Einzelhei-ten so genau nach, als wenn er ebenfalls dort zu Hause ge-wesen wäre. Und als man mich schlafen führte, ging erselbst mit dem Diener, der mir vorlcuchtcte, und führte michin ein so wohlgcrüstctcs Gemach, daß auch ein Graf darinhätte fürlicb nehmen können. Ucber diese allzu große Höf-lichkeit verwunderte ich mich nicht wenig, und ich konnte mirnichts Anderes cinbildcn, als er thäte solches gegen michaus lauter Andacht, weil ich, meiner Einbildung nach, dasAnsehen eines gottseligen Pilgers hätte. Aber cs stack einanderes One dahinter; denn da er mit dem Lichte und sei- -ncm Diener unter die Thüre kam, ich mich auch bereits nie- !dergelegt hatte, sagte er: „Nun wohlan, HcrrSimplicius!Er schlafe wohl! Ich weiß zwar, daß Er kein Gespenst zn 'fürchten Pflegt; aber ich versichere Ihn, daß diejenigen,welche in diesem Zimmer geben, sich mit keiner Karbatscheverjagen lassen!" Damit schloß er das Zimmer zu undließ mich in Sorgen und Acngstcn liegen.
Ich dachte hin und her und konnte lange nicht ersinnen,woher mich dieser Herr erkennen mußte, oder doch gekannthaben möchte, daß er mich so eigentlich mit meinem vorigenNamen nannte. Aber nach langem Nachdenken fiel mirendlich ein, daß ich einstmals, nachdem mein Freund nndHcrzbruder gestorben, im Sauerbrunnen mit etlichen Kava-lieren und Studenten von den Nachtgeistern zn reden ge-kommen war. Unter diesen hatte» zwei Schweizer, die