andere Kletten in die Haare kriegen soll! Allein deineHoheit wird wohl auch bedenken, daß ich nichts erzwingenkann, wenn ihr der Gottheit Wille ein Anderes vergönnt!«
Das dritte Kapitel.
Simpler Aufzüge der höllischen GeisterSieht mit Entsetzen, zusammt ihrem Meister.
Das freundliche Gespräch dieser zwei höllischen Geisterwar so ungestüm und schrecklich, daß es einen Hauptlärmc»in der ganzen Hölle erregte, maßen in einer Geschwindig-keit das ganze höllische Heer zusammenkam, um zu verneh-men, was etwa zu thun sein möchte. Da erschien zuvörderstLucifcrs erstes Kind, die Hoffart, mit ihren Töchtern; ihrfolgte der Geiz mit seinen Kindern, der Zorn, sammt NeidHaß, Rachgier, Mißgunst, Verleumdung, und was ihnenweiter verwandt war. Sodann kam auch die Wollust mitihrem ganzen Anhänge, als Geilheit, Fraß, Müßiggangund dergleichen; ebenso die Faulheit, die Untreue, derMuthwille, die Lüge, der Vorwitz, welcher Jungfern thciieimacht, die Falschheit mit ihrem lieblichen Töchterlcin, duSchmeichelei, die anstatt der Windfahne einen Fuchsschwanztrug: welches Alles einen gar seltsamen Aufzug abgab, undverwunderlich anzuschcn war. Denn ein Jedes kam in seiner jihm besonders eigenen Livcrci daher. Ein Thcil war auf >das Prächtigste hcrausgeputzt, der andere Theil hingegenwar ganz bcttclhaftig angethan, und der dritte endlich, als