„O Welt, behüte dich Gott! denn in deinem Hauseführt man weder ein heiliges Leben, noch einen gleich-mäßigen Tod! Der Eine stirbt in der Wiege, der Anderein der Jugend auf dem Bette, der Dritte am Stricke, derVierte durch's Schwert, der Fünfte auf dem Rade, derSechste auf dem Scheiterhaufen, der Siebente im Wein-glase , der Achte in einem Wasserflusse, der Neunte ersticktim Freßhafen, der Zehnte erwürgt am Gifte, der Eilstestirbt jäblings, der Zwölfte in einer Schlacht , der Drei-zehnte durch Zauberei, und der Vierzehnte ertränkt seineI arme Seele im Dintcnfaffe!"
' „Behüte dich Gott, o Welt! denn mich verdrießt deinj Umgang! Das Leben, das du uns gicbst, ist eine elendes Pilgerfahrt, ein unbeständiges, ungewisses, hartes, rauhes,hinflüchtigcs und unreines Leben, voller Armseligkeit undJrrthum, welches viel mehr ein Tod als ein Leben zu nen-! neu ist, und in welchem wir alle Augenblicke sterben durchviele Gebrechen der Unbeständigkeit und durch mancherleiWege des Todes! Du lässest dir an der Bitterkeit desTodes, mit der du umgeben und durchsalzen bist, noch nichteinmal genügen, sondern betrügst noch dazu die Meisten! ! mit deinem Schmeicheln, deiner Anreizung und deinen fal-
1 scheu Verheißungen; du giebst aus dem goldenen Kelche,
s den du in deiner Hand hast, Bitterkeit und Falschheit zu! trinken, und machst die armen Menschen blind, taub, toll,
! voll und sinnlos! Ach! wie wohl ist denen, die deine
i Gemeinschaft ausschlagen, deine schnelle, augenblicklich hin-
I fahrende Freude verachten, deine Gesellschaft verwerfen, und
! nicht mit einer solchen arglistigen, verlorenen Betrügerin zuGrunde gehen I Denn du machst aus uns einen finstern