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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
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Der Rath ist schon beschlossen, unter drei Dingen gebe ichdir die Wahl. Entweder führe mich alsbald auf sicherenAbwegen über den Wald hinaus nach Villingcn, oder zeigemir Olivicr'S Gelb, das im Baume liege, oder stirb hierund leiste gegenwärtigen Tobten Gesellschaft! Führst dumich nach Villingc», so blcibr dir Olivier's Geld allein;wirst du es mir weise», so will ich es mit dir thrile»; thustdu aber keines oon beiden, so schieße ich dich tobt und gehegleichwohl meines Weges." Der Bauer wäre gern ent-laufen , aber er fürchtete die Muskete. Er fiel deshalb autdie Knice nieder und erbot sich, mich über den Wald hinauszu fuhren. Also wandertcn wir eilends fort und gingendenselben Tag und folgende ganze Nacht, weil es zu allemGlücke trefflich hell war, ohne Essen, Trinken und einigeRuhe immer hin, bis wir gegen Tagesanbruch die Stadt"Billingeii vor uns liegen sahen, wo ich meinen Bauer wie-der von mir ließ. Auf diesem Wege trieb den Bauer dieTodesfurcht, mich aber die Begierde, mich selbst und meinGeld davon zu bringen, und ich muß fast glauben, daß dasGeld einem Mensche» große Kräfte milthellt; denn obzwarich schwer genug daran zu tragen hatte, so empfand ich dochkeine sonderliche Müdigkeit.

Ich hielt es für ein glückliches Vorzeichen, daß man diePforte eben öffnete, als ich vor Villingen kam. Der Offi-cier von der Wache verhörte mich, und als er vernahm, daßich mich für einen Freireiter ausgab, von demjenigen Regi-ment, zu welchem mich Hcrzbruder gethan hatte, als ermich zu Philippsburg von der Muskete erlöste, wie auch,daß ich ans dem Lager vor Breisach von den Weimarischc»herkäme, von denen ich vor Wittenweher gefangen und un-