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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
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wäre? so erzählte ich ihm meine ganze Reise von Parisaus bis nach Philippsburg, und wie viele Bauern ich betro-gen hätte, um mein Maulfutter zu gewinnen; worüber sieziemlich lachten. Endlich gestand ich unverhohlen, daß ichWillens gewesen wäre, ihn, den Obersten, mit allerhandBosheiten, Grobheiten und Plackereien dergestalt zu beun-ruhigen und abzumattcn, daß er mich endlich aus der Gar-nison hätte schaffen müssen, wofern er anders wegen dervielen Klagen vor mir in Ruhe hätte leben wollen.

Darauf erzählte der Oberst viele Bubenstücklcin, die ichbegangen hätte, so lange ich in der Garnison gewesen wäre,wie ich nämlich Erbsen gesotten, oben mit Schmalz übergossenund dann für citeles Schmalz verkauft; desgleichen, ganzeSäcke voll Sand für Salz, indem ich die Säcke unten mitSand und oben mit Salz gefüllt; sodann, wie ich dem Einenhier, dem Andern dort einen Bären angebunden und dieLeute mit Pasquillen gefoppt hätte; also daß man währendder ganzen Mahlzeit nur von mir zu reden hatte, was Alleszur Verwunderung und zum Gelächter taugte. Hätte ichfreilich keinen so ansehnlichen Freund gehabt, so wären allemeine Thatcn strafwürdig gewesen. Dabei nahm ich mirein Beispiel, wie es bei Hofe hergchcn müsse, wenn einböser Bube des Fürsten Gunst hat.

Nach geendigtem Imbiß hatte der Jude kein Pferd, dasmeinem Hcrzbruder für mich gefallen wollte; weil er aber insolchem Ansehen stand, daß der Oberste seine Gunst schwerlichentbehren konnte, so verehrte dieser ihm eines mit Sattelund Zeug aus seinem Stalle. Auf dieses setzte sich dennHerr Simplicius und ritt mit seinem Hcrzbruder freudenvollzur Festung hinaus. Ein Thcil seiner Kameraden riefen