Das zehnte Kapitel.
Simpler fällt aus einem Nachen in den Rhein,Wird jedoch errettet nach Angst, Noch und Pein.
Der Wahn betrügt.
Schau', denen ich wollt' nach dem Ihrigen streben,Dieselben erhalten mir jetzund das Leben.
Noch ein paar Stücklcin will ich erzählen, ehe ich sage,wie ich wieder von der Muskete erlöst worden bin, das einevon großer Leibes- und Lebensgefahr, daraus ich durchGottes Gnade entronnen, das andere von der Seelengefahr,darin ich hartnäckiger Weise stecken blieb. Denn ich willmeine Untugenden so wenig verhehlen, als meine Tugen-den, damit nicht allein meine Historie ziemlich ganz sei,sondern der ungewandcrtc Leser auch erfahre, was für selt-same Käuze es in der Welt giebt, die sich nämlich gar wenigum Gott bekümmern.
Wie zu Ende des vorigen Kapitels gemeldet wordenist, so durfte ich auch mit Anderen auf Partei gehen, wasin Garnisonen nicht jedem liederlichen Kunden, sondernnur rechtschaffenen Soldaten, die das Pulver schmeckenkönnen, gegönnt wird. Also gingen nun unser neunzehneinstmals mit einander durch die untere Markgrafschaft hin-auf, um oberhalb Straßburg einem Baseler Schiffe aufzu-passen, wobei heimlich etliche weimarische Officiere undGüter sein sollten. Wir kriegten oberhalb Ottenheim einen