Eichenlaub, Wcidcnblättcrn und dergleichen herben Ingre-dienzien. Alsdann bereitete ich auch aus Kräutern, Wur-zeln, Butter und etlichen Oelcn eine grüne Salbe zu aller-hand Wunden, und mau hätte damit wohl auch ein ge-drücktes Pferd heilen können. Ebenso machte ich ausGalmei, Kieselsteinen, Krebsaugcn, Schmirgel und Trippclein Pulver, um weiße Zähne damit zu machen; ferner einblaues Wasser aus Lauge, Kupfer, Salmiak und Kamphcrgegen den Scharbock, Mundfäule, Zahnschmerzen undAugenwch. Auch bekam ich einen Haufen blecherne undhölzerne Büchslei», Papiere und Gläslein, um meine Waarcdarein zu schmieren, und damit cs auch ein gutes Ansehenhaben möchte, ließ ich mir einen französischen Zettel abfasscuund drucken, auf dem man sehen konnte, wozu das Eineund das Andere gut wäre. In drei Tagen war ich mitmeiner Arbeit fertig und hatte kaum drei Kronen in dieApotheke und für Geschirr aufgewendct, als ich dies Städt-lcin verließ. Also packte ich meine Siebensachen auf undnahm mir vor, von einem Dorfe zum andern bis in dasElsaß hinein zu wandern und meine Waare untcrweges anden Mann zu bringen, folgends zu Straßburg, als in einerneutralen Stadt, mich mit Gelegenheit auf den Rhein zusetzen, mit Kauflcutcn mich wieder nach Köln zu begebe»,und von dort aus meinen Weg zu meinem Weibe zunehmen. Das Vorhaben war gut, aber der Anschlagfehlte weit!
Als ich das Erstemal mit meiner Quacksalberei vor eineKirche kam und daselbst feil hielt, war die Lösung garschlecht, weil ich viel zu blöde war und mir auch sowohl dieSprache als die storgcrischc Aufschneiderei nicht von Statten