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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
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selbst mochte, so anmuthige Blicke und Gcberdeu hervorzu-bringen, daß sich manches hübsche Mägdlein darüber ver-narrte und mir unversehens hold wurde. Damit ich nunaber nicht für einen Hungerleider gehalten würde, so stellteich auch zwei Gastereien an und zwar die eine für die Offe-nere, und die andere für die vornehmsten Bürger. Dadurchvermittelte ich mir bei beiden Theilcn Gunst und Zutritt,weil ich gar kostbar auftragen und bewirthcn ließ. Jndcßwar mir Alles nur um die lieben Jungfern zu thun, undobgleich ich bei der Einen oder der Andern nicht fand, was ichsuchte, denn es gab auch noch Etliche, die es verhalten konn-ten, so ging ich doch einen Weg nach dem andern zu ihnen,damit sie diejenigen, welche mir mehr Gunst erzeugten, alsehrlichen Jungfern gebührt, in keinen bösen Verdacht brin-gen, sondern glauben sollten, daß ich mich bei denselbenauch nur des Gespräches halber aufhielte, und davon über-redete ich eine Jede insbesondere, so daß sie cs von derAndern glaubte und nicht anders meinte, als wäre sie alleindiejenige, die sich meiner erfreute.

Ich hatte gerade sechse, die mich liebten, und die ichhinwiederum lieb hatte; doch hatte keine Einzige mein Herzganz oder mich allein. An der Einen gefielen mir nur dieschwarzen Auge», an der Andern die goldgelben Haare, ander Dritten die liebliche Holdseligkeit, und an den klebrigenauch so Etwas, das die Anderen nicht hatten. Wenn ichaber außer diesen noch Andere besuchte, so geschah es ent-weder aus der oben angegebenen Ursache, oder, weil csfremd und nett war, und ich ohnedies nichts ausschlug oderverachtete, indem ich nicht immer au demselben Orte zubleiben gedachte. Mein Junge, der ein Erzschelm war,

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