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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
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sich seine beisitzcndc» Officiere, maße» Einer von ihnen an-fing, auf Latein zu sagen: er sollte von ernstlichen Sachenmit mir reden, denn er hörte wohl, daß er kein Kind vorsich hätte. Da merkte ich, daß er Eusebius hieße, weil ihnselbiger Officier so nannte. Darauf fragte er mich nachmeinem Namen, und nachdem ich ihm denselben genannthatte, sagte er: ,,Es ist kein Teufel in der Hölle, der Sim-plicissimus heißt!" Da antwortete ich: ,,So ist vcrmuth-lich auch Keiner in der Hölle, der Eusebius heißt!" Ichbezahlte ihn also gar artlich, wie unfern MustcrschrciberCyriacus, was aber von den Officiercn nicht zum Bestenaufgcnommcn wurde, maßen sie nur sagten: ich sollte micherinnern, daß ich ihr Gefangener sei und nicht des Scher-zens halber wäre hcrgeholt worden. Ich wurde dieses Ver-weises wegen noch nicht roth, bat auch nicht um Verzeihung,sondern entgegncte: weil sie mich als einen Soldaten ge-rangen hielten und nicht als ein Kind wieder laufen lassenwürden, so hätte ich mich versehen, daß man mich auch nichtwie ei» Kind gefoppt hätte. Wie man mich gefragt, sohätte ich geantwortet, und ich hoffte auch, ich würde nichtunrecht daran gcthan haben. Darauf fragten sic mich nachmeinem Vaterlande, Herkommen und Geburt, und vornehm-lich, ob ich nicht auch auf schwedischer Seite gedient hätte?Desgleichen, wie es in Soest beschaffen? wie stark dessenBesatzung sei? und was des Dinges mehr ist. Ich antwor-tete auf Alles behend, kurz und gut, und zwar wegen Soestund feiner Besatzung so viel, als ich mich zu verantwortengetraute. Ich konnte aber gar wohl verschweigen, daß ich dasNarrenhandwerk getrieben hatte, weil ich mich dessen schämte.

Vvlksroman. lll

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