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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
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Seite
51
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vorsichtige Musketiere zu thun pflege», wenn sie das Zünd-loch und das Pulver auf der Pfanne im Regcnwctter vorWasser verwahren wollen.

Ehe wir nun auf einander losgingcn, bedingten unserebeiderseitigen Kameraden mit einander, daß wir uns imfreien Felde angrcisen und zu solchem Ende der Eine vonOsten, der Andere aber von Westen her in ein umzäuntcsFeld eintreten sollten, und alsdann möge ein Jeder sein Be-stes gegen den Andern thun, wie ein Soldat thun soll, wel-cher dergestalt seinen Feind vor Augen kriegt. Es solltesich auch weder vor, noch in, noch nach dem Kampfe Keinervon Len beiden Parteien unterstehen, seinem Kameraden zuhelfen, noch dessen Tod oder Beschädigung zu rächen. Alssic sich dieses gegenseitig mit Mund und Hand versprochenhatten, gaben ich und mein Gegner einander auch die Hände,und verziehen je Einer dem Andern seinen Tod. In dieserallcrunsinnigsten Thorhcit, welche je ein vernünftiger Menschbegehen kann, hoffte ein Jeder, seiner Gattung Soldaten denVorzug zu erhalten, gleichsam als ob des einen oder desandern Theiles Ehre und Ruf an dem Ausgange unscrsteuflischen und höchst frevelhaften Beginnens gelegen gewe-sen wäre. Da ich nun an meinem bestimmten Ende mit dop-pelt brennender Lunte in das angeregte Feld trat und mei-nen Gcgentheil vor Augen sah, stellte ich mich, als ob ichdas alte Zündkraut im Gauge abschüttclte; ich that es abernicht, sondern rührte nur Zündpulver auf den Deckel meinerZündpfanne, blies ab und paßte mit zwei Fingern auf derPfanne auf, wies gebräuchlich ist. Ehe ich dann meinemGegcntheile, der mich auch scharf im Gesichte hielt, dasWeiße in den Augen sehen tonnte, schlug ich auf ihn anWolksroman. III. «