ihm, wie man an seiner svrcnklichten Haut wohl sah,schrecklich zugesctzt hatten. Ich konnte mir gar nickt cin-bilden, was cs abgcbcn sollte, bis er endlich sagte: „Scherteuch fort, ihr kleinen Schinder! Ich schwöre euch beimStyr, daß ihr in Ewigkeit nicht erhalten sollt, um was ihrso sorgfältig anhaltct!" Ich fragte ihn, was er mit sol-chen Worten meine? Er antwortete, das Geschlecht derFlöhe hätte, als sie vernommen, daß er ans die Erde ge-kommen sei, ihre Gesandten zu ihm geschickt, um ihn zubegrüßen. Diese hätten ihm daneben angebracht, daß, obzwar er ihnen die Hundshäute zu bewohnen angewiesenhätte, dennoch zu Zeiten, wegen etlicher Eigenschaften, welchedie Weiber an sich hätten, sie sich znm Thcil aus jenenverirrten und den Weibern in die Pelze gcricthcn. Solcheverirrte arme Tröpfe aber würden von den Weibern garübel behandelt; sie würden gefangen, und nicht allein ge-mordet, sondern auch zuvor zwischen ihre» Fingern so elen-diglich gemartert und zerrieben, daß es einen Stein erbar-men möchte. „Ja," sagte Jupiter ferner, „sie brachten
mir die Sache so beweglich und erbärmlich vor, daß ickMitleiden mit ihnen habe» mußte und also ihnen Hülfeznsagte, jedoch mit dem Vorbehalte, daß ich die Weiberzuvor auch hören möckte. Die Flöhe aber wandten da-gegen ein, wenn den Weibern erlaubt würde, Widerpart zuHallen und ihnen zu widersprechen, so wüßten sie wohl, daßdieselben mit ihren giftigen Hundszungen entweder meineFrömmigkeit und Güte betäuben, die Flöhe selbst aber über-schrcien, oder aber durch ihre lieblichen Worte und ihreSchönheit mich bcthören und zu einem falschen, ihnen höchstnachtheiligen Urthcile verleiten würden. Mit fernerer
Dvltsromim. III. Z