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und getränkt hatte, so trieb ich das Junkcrhandwcrk und lust-wandelte. Das Klost-r war auch von den Hessen, unseremGcgenthcil, von der Lippstadt aus mit einem Musketierals Schutzwachc versehen. Selbiger war seines Handwerksein Kürschner und daher nicht allein ein Mcistcrsänger,sondern auch ein trefflicher Fechter. Und damit er seineKunst nicht vergäße, übte er sich täglich mit mir für dielange Weile in allen Gewehren. Dadurch wurde ich sosir und gewandt, daß ich mich nicht scheute, ihm Bescheidzu thun, wenn er wollte. Mein Dragoner hingegen kegelteanstatt des Fechtens mit ihm, und zwar um nichts Anderesals darum, wer über Tische das meiste Bier aussaufenmußte. Damit ging denn eines Jeden Verlust über dasKloster.
Jenes Stift besaß eine eigene Wildbahn und hielt daherauch einen eigenen Jäger. Weil ich nun auch grün ge-kleidet war, so gesellte ich mich zu ihm und lernte ihm »ochdenselben Herbst und Winter alle seine Künste ab, sonderlichwas das kleine Waidwerk anbelangt. Solcher Ursache hal-ber, und weil der Name Simplicius etwas ungewöhnlichund den gemeinen Leuten vergeßlich oder sonst schwer aus-zusprcchen war, nannte mich Jedermann dort Jägerken.Dabei wurden mir alle Wege und Stege bekannt, was ichmir später trefflich zu Stutzen machte. Wenn ich nun aberwegen übclcn Wetters in Wäldern und Feldern nicht her-umschwärmcn konnte, so las ich allerhand Bücher, welchemir der Verwalter des Klosters lieh. Sobald indessen dieadeligen Klosterfrauen gewahr wurden, daß ich neben mei-ner guten Stimme auch auf der Laute und etwas Wenigesauf dem Instrumente schlage» konnte, so ermaßen sie auch