den Neid, den Eifer, die Falschheit, den Betrug, die Vor-thcilsncht, den Diebstahl und mit einem Worte alle unsin-nigen Thorheiten sowohl der Würfel als der Kartenspielermit ihren lebendigsten Farben dermaßen abmalen und vorAugen stellen, daß diejenigen, welche solches Buch auch nureinmal lesen, einen solchen Abscheu vor dem Spielen gewin-nen sollen, als wenn sie Saumilch — welche man nämlichden Spiclsüchtigcn wider diese ihre Krankheit ohne ihr Wis-sen eiugicbt — gesoffen hätten. Und damit will ich alsoder ganzen Christenheit darthun, daß der liebe Gott voneiner einzigen Kompagnie Spieler mehr gelästert, als sonstvon einer ganzen Armee bedient werde." Ich lobte seinenguten Vorsatz und wünschte ihm Gelegenheit, daß er den-selben möchte in's Werk setzen können.
Das eimmdzwanzigste Kapitel.
Simpler macht mit dem Herzbruder Freundschaft,Welche ihm giebet vortreffliche Kraft.
Mein Hofmeister wurde mir je länger je holder, undich ihm hingegen wiederum. Doch hielten wir unsere Ver-traulichkeit sehr geheim. Ich spielte zwar einen Narren,brachte aber keine groben Zoten noch Büffclspossen vor, sodaß meine Gaben und Aufzüge zwar einfältig genug, aberdoch mehr sinnreich als närrisch aussicle». Mein Oberster,der eine treffliche Lust zum Waidwerk trug, nahm mich einst-mals mit, als er ausspaziertc, um mit dem Thras Feldhüh-