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Kappe, Acrmel und abgestutztcu Ohren überall mit seidenenBändern zierten, von allerhand Farben, so daß ich schierglaube, etliche Stutzer haben davon die jetzige Mode abge-sehen. Was mir aber von den Officiercn an Geld geschenktwurde, das theilte ich wieder mildiglich aus; denn ich vcr-spendirtc Alles bis auf den letzten Heller, indem ich's mitguten Gesellen in Hamburger und Zcrbstcr Bier, welcheGattungen mir trefflich wohl znschlugcn, versoff, ungeachtetich an allen Orten, wo ich nur hinkam, genug zu schma-rotzen hatte.
Als aber mein Oberst eine eigene Laute für mich über-kam, denn er gedachte ewig an mir zu haben, da durfte ichnicht mehr in den beiden Lagern so hin und wieder schwär-men , sondern er stellte mir einen Hofmeister an, der michbeobachten, und dem ich hingegen Gehorsam leisten sollte.Dieser war ein Mann ganz nach meinem Herzen; denn erwar still, verständig, wohl gelehrt, von guter, aber nichtüberflüssiger Gesprächigkeit, und was das Größte an ihmgewesen ist, er war überaus gottcsfürchtig, wohl belesenund voll von allerhand Wissenschaften und Künsten. Beiihm mußte ich des Nachts in seinem Zelte schlafen, und beiTage durfte ich ihm auch nicht aus den Augen gehen. Erwar eines vornehmen Fürsten Rath und Beamter und ehe-mals auch sehr reich gewesen. Weil er aber von den Schwe-dischen bis in den Grund ruinirt worden, zumal auch seinWeib mit Tode abgegangcn war und sein einziger Sohnder Armuth halber nicht mehr studiren konnte, sondern un-ter der kursächfischcn Armee als ein Mustcrschrcibcr diente,so hielt er sich bei diesem Obersten auf und ließ sich alsStallmeister gebrauchen, um zu verharren, bis die gcfährli-