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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
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daher wünschte ich mich oft vergeblich wieder »ach Hanauzurück. Mein größtes Kreuz war, daß ich mit den Burschennicht recht reden konnte und mich gleichsam von Jedwedenhin und wieder stoßen, Plagen, schlagen und jagen lassenmußte. Die größte Kurzweil, die mein Oberster mit mirhatte, war, daß ich ihm auf deutsch Vorsingen und, wieandere Reiterjungen, aufblascn mußte, was indcß seltengeschah. Doch kriegte ich alsdann solche dichte Ohrfeigen,baß der rothc Saft darnach ging und ich lange Zeit genugdaran hatte. Zuletzt fing ich an, mich des Kochens zu un-terwindcn und meincn.«Herrn das Gewehr, auf welches erviel hielt, sauber zu halten, weil ich ohnedies aus Fouragezu reiten noch nichts nütze war. Das schlug mir so treff-lich zu, daß ich mir endlich meines Herrn Gunst erwarb, wieer mir denn wieder aus Kalbfellen ein neues Narrenkleidhatte machen lassen, mit noch viel größeren Eselsohren, alsich zuvor getragen hatte. Und weil meines Herrn Mundnicht ekelig war, so bedurfte ich zu meiner Kochkunst destoweniger Geschicklichkeit. Da mir's nun aber öfters an Salz,Schmalz und Gewürz mangelte, so wurde ich dieses meinesHandwerks auch müde; ich trachtete deswegen Tag undNacht darnach, wie ich mit guter Manier ausreißeu möchte,vornehmlich weil ich den Frühling wieder erlangt hatte.Als ich nun solches in's Werk setzen wollte, stellte ich michan, als wollte ich die Schaaf- und Kuhkntteln, deren es vollum unser Quartier herum lag, fern hinweg schleifen, damitdieselben keinen so Übeln Geruch mehr machten. Solchesließ sich der Oberste gefallen, und als ich nun damit beschäf-tigt war, blieb ich, da es dunkel wurde, zuletzt gar aus undentwischte in den nächsten Wald.